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Schöne Ausflugsziele
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„… ich habe den Kamm immer bei mir“

Begegnungen mit dem Hahn
in einem für Deutschland sensationellen und einmaligen Museum

Ein Besuch im Hahn-Museum Brandis ist zugleich eine Begegnung mit dem Volkskunstschaffen unzähliger Länder von vier Kontinenten. Auch die grafische und bildende Kunst ist vertreten. Geöffnet ist das Museum dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr. Foto: SWB/ E. Richter

Brandis (SWB/ira). „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist“, diesen Spruch kennt man hier landauf, landab. Aber was ist mit dem: „Ich bin ein sauberer Kerl, sagte der Hahn, ich habe den Kamm immer bei mir“? Dazulernen und schmunzeln kann man auf jeden Fall, wenn man das Hahn-Museum in Brandis besucht. 3000 Hähne, umrahmt mit jeder Menge lustiger Redewendungen, findet man hier in drei Ausstellungsräumen. Hähne aus Keramik, Glas oder ganz aus Muscheln gemacht. Hähne auf Tassen, Tellern und einem großen Tablett. Hähne als Mobile, auf Briefmarken, Uhren und als Kerzenständer und Sparbüchsen. Auch einen Wasserhahn mit einer richtigen Hahnenfigur obenauf…

Gesammelt und aus seinem Privatbesitz zur Verfügung gestellt hat die meisten dieser bunten, durchscheinenden, beweglichen und teils auch zerbrechlichen Ausstellungsstücke Dr. Günther Mahn aus Beucha, ehemaliger Dozent an der Uni Leipzig. Wie alle Sammler kann er mit seiner eigenen Sammlerstory aufwarten. Sie begann, als er einst vor sehr vielen Jahren einer Familie Hahn einen Hahn aus Afrika schenkte. Dieses Exemplar hat ihm so gut gefallen, dass er selbst begann, Hähne zu sammeln. Er kaufte sie sich, bekam sie geschenkt oder brachte sie von Reisen ins Ausland mit. Als Rentner stellte er die Hähne in allen möglichen Gestalten, Formen und Farben der Stadt Brandis als Dauerleihgabe zur Verfügung. Nur etwa die Hälfte seiner Sammlerstücke findet übrigens in den Räumen des Hahn-Museums in Brandis Platz.

Eröffnet wurde dieses Hahn-Museum bereits Ende September 2008 in der 1. Etage des Hauses Kirchplatz 4, musste kurz darauf wegen eines Wasserschadens aber schließen. Seit Dezember ist es wieder für die Besucher eingerichtet, auch dank des Regionalvereins Brandis. Und so kann man im Gästebuch lesen: „Ich, Julia Hahn, war hier…“ oder „Danke, lieber Opa + Uropa für die schöne Anerkennung.

Ja, und um all jene, die das Hahn-Museum noch nicht kennen, noch ein bisschen neugieriger zu machen, sei erwähnt: In jedem Land hört man den Hahn anders krähen! Bei uns kling das wie „Kikiriki“, aber wie klingt es in Italien oder Schweden? Auch die Antworten auf diese „höchst wissenschaftliche Fragen“ findet man in der Ausstellung.

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