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DIE GEWINNER
„Theater, Theater"
Die große Welt, wie ich das seh, ist eine Bühne, auf der ich steh.
Schau ich voraus oder zurück, stets seh ich ein Theaterstück.
Spiel ich die Rolle, wie sie ist, doch manchmal bin ich nur Statist.
Da kam zunächst der erste Akt, als ich die Welt erblicke - nackt.
Viele Leut gekommen sind, die wollten sehn, das neue Kind.
Doch schnell die Zeit verstrichen ist, da war ich wieder nur Statist.
Als Bub ich einst die Schulbank gedrückt, das war mein zweiter Akt
im Stück.
Es folgte mancher Schelmenstreich, doch die Herzen blieben
weich,
wurde dieses dann vermisst, dann war ich wieder nur Statist.
Ich lernte bald den Broterwerb, die Arbeit war sehr hart und derb,
manchmal war ich dabei sehr kühn und brachte bald mein Werk zum glühn.
Wenn mal die Frucht verdorben ist,
dann zeigte ich mich als Statist.
Es boten sich der Rollen viel, wovon mir manche sehr missfiel.
Ich wollt nicht stehn im Rampenlicht, in dem man vage Worte spricht.
So die Zeit verstrichen ist, bei diesen Akt war ich Statist.
Die Zeit längst verstrichen ist, als ich war nicht der Statist.
Ich fand bei diesem Akt im Stück, den Sonnenschein - mein Herzensglück.
Denn ich war nicht mehr allein, seit dieser Zeit sind wir zu zwein.
Harte Arbeit, lang und derb, für den täglich Broterwerb.
Ein Wort des Dankes hört ich nicht und schon kommt die letzte Schicht.
Gute Miene, böses Spiel, das ist des Lebens Maskenspiel
Lang und leer der Tag jetzt ist, nun bin ich wieder nur Statist.
Der Maske lächelndes Gesicht, sieht man mein wahres Antlitz nicht.
Doch zeige ich dieselbe weinen, dann muss ich nicht das Gleiche meinen.
Mein Leben hier als Rollenspiel, es zeigt vom Ego viel zu viel,
doch zeig ich´s nicht, wird es vermisst, dann bin wieder nur Statist.
Ich träume stets den gleichen Traum, der blüht auf meinem Lebensbaum,
dass bald kommt zu mir das Glück, hier in diesen Bühnenstück.
Doch dann kommt der letzte Akt, der spielt sehr herb den letzten Takt.
Der Lebenswind, der mich umweht, zeigt mir die Bühne, die mir steht.
Rudolf Heß, Delitzsch
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Ein Theater ist die Welt
Sind wir einfach mal ganz ehrlich,
leben wir nicht ungefährlich,
weil uns eine laute Welt
jeden Tag in Atem hält.
Eingefangen von Gerüchten,
wovon Medien berichten.
Wirtschaftskrise, Klimawandel,
illegaler Menschenhandel,
Manipulation mit Genen,
Hass und Neid im Reich der Schönen.
Ganz egal, wovon man spricht,
früher gab es so was nicht.
Sind erstaunt, manchmal frustriert,
aber b e s t e n s informiert.
Haben nicht einmal vermisst,
was uns wirklich wichtig ist.
Und so lassen wir uns blenden,
fast bereit, Applaus zu spenden.
Schaun gebannt dem Treiben zu,
denn es lässt uns keine Ruh.
Etwas zieht uns magisch hin auf die Bühne.
Mittendrin.
Bunt geschmückt mit wahren Lügen,
die wir uns gerade biegen.
Sind Figuren in dem Spiel,
weil es diese Zeit so will.
Ist so einfach, so bequem,
alles rosarot zu sehn,
durch ein Fenster zu betrachten.
Ohne auf sich selbst zu achten
man der Wirklichkeit entrinnt,
bis ein neues Stück beginnt.
Ein Theater ist die Welt,
die uns stets in Atem hält,
solang - bis der Vorhang fällt.
Petra Vetter, Riesa
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Alles Theater!
Schleichende Schatten schlüpfen ins Spotlicht
künden vom Beginn der Traumwelt
lassen meine Aufmerksamkeit entrinnen -
trampeln Spuren in meine Seele
basteln Gedankenflussketten in den Raum
fesseln Menschen aneinander
entladen sich im Realitätsgeflüster der Akteure
Spannung - Staunen - Siegen?
meine Hoffnungen
verfallen und leben neu auf
wälze mich in Faszination
erblicke das Leben
Kathrin Schröder, Gröditz
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Theater Theater
Die ganze Welt ist ein Theater
Regisseur selbst ist Gottvater.
Wir alle sind Akteure
Im Drama gibt es viel Malheure.
Die Dummheit kann kein Lustspiel sein,
Tragödien kommen hinterdrein.
Den Eintritt nimmt die Steuer,
Die Hölle folgt als Ungeheuer
Krieg und ist sehr teuer.
Der Ruhm als Frieden sei beschieden.
Ist der Vorhang dann gefallen
kommt der Beifall nicht von allen!
Der eigenwillige Regisseur
wird beschimpft oft sehr.
Mit seinen „Taten"
verdirbt er manchen Braten.
Vor üblem Theater
bewahre uns Gottvater!
TV-Film und Theater sind Spiegel des Lebens,
wer sie nicht genießt, lebt vergebens.
Bretter, die die Welt bedeuten,
gefallen niemals allen Leuten.
Dr. Jürgen Leidert, Riesa
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Du Theater
Lampenfieber, Orchesterklänge
Scheinwerferlicht auf dem Gesicht.
Man hört das Murmeln aus der Menge
Menschen, die erkennt man nicht.
Das große Spiel der Illusionen
entführt uns aus der Wirklichkeit
Man wird zu Engeln und Dämonen,
entflieht in eine andere Zeit.
Lautes Schreien, zarte Töne,
selbst Schweigen ist bei dir Magie.
Szene spielt sich ab für Szene,
nur langweilig wird es bei dir nie.
Spiel mit Masken, Spiel mit Feuer
Märchen, die wir lebendig sehen.
Helden, Narren, Ungeheuer
Wesen, die im Licht vergehen.
Niemand kann dir widerstehen,
da du uns zum Staunen bringst.
Trolle, Elfen, Zwerge, Feen,
Riesen in die Knie du zwingst.
Menschen, die zu Tieren werden,
Bäume reden, können gehen.
Zauberei erschafft Gefährten.
Nebelschleier, die verwehen.
Jeden Abend, jede Nacht
ziehst du uns in deinen Bann.
Im Glanz der Lichter deine Macht,
du Theater, ziehst uns an.
Manuela Trapp, Kleinbardau
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Kabale und Liebe auf dem Lande
Die Kammerdienerszene
Als ich dreizehn war,wählt mein Lehrer mich aus,
eine Lady zu spielen aus feinem Haus.
Gekleidet in Silber und Gold.
Wer hätte das nicht auch gewollt?
Das Gewand mit Spitzen schön verziert.
Ein Reifrock die Hüften ausstaffiert.
Den Ausschnitt mit Schleifen und Tüll reich drappiert.
Die Taille zum Umfallen eng geschnürt.
Die Finger geschmückt mit kostbaren Ringen.
Ein Geschmeide ließ der Fürst überbringen.
Der liebte mich sehr, doch er nahm's nicht genau.
Im Schlosse lebte die Ehefrau.
Das war damals üblich und mit viel Noblesse
spielt ich des Fürsten verwöhnte Mätresse.
Doch Ulrich war schon etwas schlauer.
Beschrieb die Pflichten mir genauer.
Er, zugegeben ein Schlawiner,
gab sein Debüt als Kammerdiener.
Kostümiert vom Opernhaus,
bekamen wir recht viel Applaus.
Das Licht erlosch, Stille im Saal.
Das war die Elternbeiratswahl.
Und im Lokalblatt war später zu lesen:
Das Theaterspiel, das sei spitze gewesen.
Alles ist wahr und nichts Fantasie.
Kabale und Liebe vergesse ich nie.
Renate Bartsch, Delitzsch
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Theater, Theater.
Als ein großes Schauspiel hier auf Erden,
kann des Menschen Dasein bezeichnet werden.
Die Bühne, auf der das Stück gelingt,
ist die Lebenszeit, die man verbringt.
Manch einer mit `nem Stück Talent
und einer feinen Nase für den Trend
wird unser Star am Horizont
und flimmert auf der Bildschirmfront.
Der andere ist nicht vom Erfolg verwöhnt,
wird bald vom Publikum verhöhnt.
Egal wie viel Mühe er sich gibt,
in seiner Rolle ist er nicht beliebt.
Als kleiner Mensch, noch zart und fein,
drängt man ihn in eine Schublade hinein.
Er lernt von den Spielern, die ihn umgeben,
Gutes und Böses für sein Leben.
Mit Schule und Beruf, wie jeder weiß,
schließt sich schon fast sein Lebenskreis.
Entdeckt er die Liebe, Gefühl und das Glück,
bringt ihn das zum nächsten Akt im Theaterstück!
Doch liegt er bei den Tugenden ein wenig daneben,
bleibt er der ewige Buhmann im Leben.
Das Publikum zeigt da wenig Gefühl
und meint ganz kurz - der taugt nicht viel!
So führt, wie ein Drehbuch im Bühnenspiel,
seine Entwicklung jeden zum großen Lebensziel.
Den Glückspilz, den Clown, die gute Fee,
den ewigen Kämpfer - den ich am meisten seh.
Den Glücksritter - er versucht von allen Dingen
ein Quäntchen für sich noch abzuringen.
Den Nichtsnutz - wie man so schön sagt,
der sein Schaffen unentwegt vertagt.
Zum Glück gibt es auch noch den „guten Geist“,
der manchen aus der Klemme reißt.
Auch den Bettler kann man heute oft sehn,
bei ihm blieb das Glück schon lang nicht mehr stehn.
Sie alle sind Spieler in diesem Leben,
in einem großen Theaterstück eben!
Margot Hillscher, Krostitz
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„Theater, Theater“
Theater spiele ich sehr gern,
mal in der Nähe, auch ganz fern.
Das ist die große Leidenschaft.
In meiner Stimme liegt die Kraft.
Denn wenn ich auf der Bühne stehe
und all die vielen Menschen sehe,
kann ich sie mit den lustigen Stücken
für ein paar Stunden ganz beglücken.
Voll Inbrunst mime ich das Glück,
mal die Intrige oder ein heiter Possenstück.
Und schreite ich als Don Juan,
hält´s Publikum den Atem an.
Jedoch an Zeit nun mangelt´s mir,
vorbei mit Singen und Plaisir.
Das Kochen ist jetzt angesagt,
drum frisch an Menüs herangewagt.
Sollt mir einmal nicht´s mehr gelingen,
dann fang ich einfach an zu singen.
Die Küche wird zur Bühne fein,
das Essen kocht sich von allein.
So ist es im Leben wie im Spiel,
mal heiter, lustig, lachen viel.
Jedoch auch Traurigkeit, kein Sonnenschein.
Aber immer sollte „Theater" sein.
Domenik Fastabend, Wurzen
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Theater, Theater
Ein Mensch auf einer Bühne steht,
spielerisch uns sein Leben erzählt.
Er beschreibt sich selbst in schillernden Farben,
unverwundbar, ohne Missgeschick und Narben.
Spielt die Vollendung in Körper und Geist,
war heiß begehrt und weit gereist.
Gestikulierend und recht laut,
er sprichwörtlich auf die Pauke hat.
Macht sich größer als ein Bär,
spricht die Wahrheit oder nur eine Mär.
Sein Gesicht wendet sich mal rechts, mal links,
schaut ins Publikum und denkt, er bringt´s.
Von Selbstherrlichkeit gefangen,
braucht er sich vor niemandem zu bangen.
Er spielt den Teufel und den lieben Gott,
vor lauter Hochmut kurz vorm Bankrott.
Kommt nicht mehr zurecht mit der Rolle seines Lebens,
Glanz und Gloria, er wartet vergebens.
Stumpf und alt fällt die Maskerade,
müde und fad nun seine Fassade.
Hat scheinbar alles gegeben und doch versagt,
gebrochen er sich nicht mehr auf die Bühne wagt.
Nun liegt er am Boden, ist völlig zerstört,
jammernd und klagend, niemand ihn hört.
Den schwarzen Mann sah man in der 1. Reihe sitzen,
ein gefährliches Feuer in seinen Augen blitzen.
Doch die Rolle vom Sterben hat unser Mensch nie gespielt,
bis lächelnd der Tod ihn in seinen Armen hielt.
Und die Moral von dem Gedicht:
Spiel nie eine Rolle,
die dir selbst das Herz zerbricht!
Gabi Windisch, Oschatz
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Theater in fünf Akten
Ein Wandertheater ist zu Gast im Orte,
uns zu erfreuen mit gesproch`nem Worte!
Drum aufgepasst - es beginnt das Spiel!
Und nun erratet mal, wie viel
von den großen Dichterfürsten
hier nach Anerkennung dürsten!
Manche offen, andere versteckt -
ich hoffe, dass Ihr sie entdeckt!
Eine Bühne ist schnell aufgebaut,
und sogleich verliest man dort recht laut
Schillers „Ode an die Freude“ -
auf dass man keine Zeit vergeude -
denn auf den Brettern, die die Welt bedeuten,
will man uns nun den ersten Akt einläuten!
Angetan mit fröhlich-buntem Rocke -
rezitiert man das „Liedchen von der Glocke“!
Als das letzte Wort im Raum verklungen,
hat „die Nachtigall und nicht die Lerche“ gesungen!
Damit ist der erste Akt noch nicht vorbei,
denn es wartet noch die „Lorelei“
auf dem Felsen überm Fluß -
doch dort fliegen nur „Die Kraniche des Ibykus“!
Dieses war der erste Streich
und der zweite folgt sogleich!
Im neuen Akt geht „Nathan der Weise“
mit Heinrich Heine auf die Reise.
Sie machen im Harz den „Osterspaziergang“
und treffen dort „Die Räuber“ auf einer Bank.
Diese schwingen schon die Schwerter
im Kampf gegen „Die Leiden des jungen Werther“!
Als sie gewonnen dann die Schlacht,
erzählen sie sich „Märchen aus tausendundeine Nacht“!
Dieses war der zweite Streich
und der dritte folgt sogleich!
Das Hexen-Einmaleinsins, das kennt er nicht,
trotzdem „Der Zauberlehrling“ zu uns spricht:
„Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal weg begeben“?
- und nun lassen seine Geister
Hans und Gretel weiterleben!
Da fühlt die Märchenhexe sich verraten,
wollt' sie doch Hans und Gretel braten!
Drum den Lehrling sie verflucht
und sich als Freund Mephisto sucht!
Aber dieser schließt am Ende von dem Akt
lieber mit Dr. Faustus seinen Pakt!
Dieses war der dritte Streich
und der vierte folgt sogleich!
Hier reitet schnell durch Nacht und Wind,
der „Erlkönig“ mit seinem Kind!
Und er wählte als Begleiter
„Winnetou“ und den „Schimmelreiter“.
Als sie dann rasten nah am Berge,
da treffen sie „die sieben Zwerge“.
Die schließen sich der Gesellschaft an ohne zu fragen
zur „Reise um die Erde in 80 Tagen“!
Dieses war der vierte Streich
und der letzte folgt sogleich!
Nun ist der Mond schon aufgegangen
und unser Sehnen, unser Bangen
konzentriert sich noch ganz schnell
auf den „Apfelschuss“ von „Wilhelm Tell“!
Für „Schneewittchen“ ist kein Hoffen,
denn der Apfel wurde vom Pfeil getroffen!
Es neigt das Schauspiel sich dem Ende zu -
die Spieler begeben sich zur Ruh.
Hier, wo Dichter sich zusammenfanden,
ist ein verrücktes Stück entstanden!
Ein letztes Mal der Vorhang fällt -
mit Freude gespielt - und nicht für Geld!
Ist die Handlung scheinbar ohne Sinn -
es steckt doch ganz viel Liebe drin!
Ich hoffe, Ihr habt die Dichter gefunden,
die hier im fröhlichen Theaterspiel verbunden.
Zum Abschied grüßt Euch der „Gestiefelte Kater“ -
Bis demnächst in diesem Theater!
Andrea Knobloch, Schraden
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Fernsehstar
Schalte ich den Fernseher an,
staun ich manchmal gar nicht schlecht.
Was so ein Mime alles kann
und alles wirkt so lebensecht!
An einem Tag wird er erschossen,
am Nächsten tanzt und lacht er froh.
Mit Spannung haben wir's genossen.
Ach, wär's doch auch im Leben so!
Wenn beim Film die Klappe fällt,
steht der Mime einfach auf.
Und wird dann noch zum Superheld,
Preise gibt's auch obendrauf.
Auch ich wär gern ein Fernsehstar,
bestaunter, umjubelter Held.
Mein Leben wäre wunderbar
und ich hätte ganz viel Geld!
Dominik Löbbe, Torgau
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N u r k e i n T h e a t e r
Einst träumte ich mich in fremde Rollen,
in eine Welt, die nicht die meine war.
Als Heidi auf der Alm herumtollen,
gar Prinzessin zu sein - wie wunderbar!
So geschah es mir immer, wenn ich las -
am Tag und auch nachts bei schwachem Lichte.
Während ich alles um mich her vergaß,
lebte ich nun in dieser Geschichte.
Doch als ich aufhörte, ein Kind zu sein,
erwachte ich schnell aus meinem Träumen.
Denn die Flucht ins Fantasie-Reich hinein
lässt wirkliches Leben leicht versäumen.
Meine Rolle kam mir nun in den Blick -
mir selbst zugedacht und aufgegeben.
Ich erkannte in ihr auch mein Geschick,
das zu tragen ist in diesem Leben.
Nicht spielen möchte ich diese Rolle,
nur kein Theater damit veranstalten.
Dass ich ihr gerecht werde, Respekt zolle,
immer ich selbst bin - mög?s Gott doch walten!
Jahre und Jahrzehnte zogen ins Land.
Meiner Rolle galt doch mein Bestreben.
Ach, um sie zu erlernen, ich verstand,
dazu braucht?s ein ganzes, langes Leben!
Doris Lehnert, Torgau
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