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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes
Heimat
Meine Heimat, dich liebe ich,
bin ich fort, komme ich zurück.
Meine Stadt nicht groß, doch frei.
Ich gehe hinein und nicht vorbei.
Hier steht nicht Haus an Haus,
dazwischen schau ich weit hinaus.
Die Ferne schaut zur Stadt herein.
Hier lebe ich, hier will ich sein!
Regina Schulz, Schildau
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„Mein Weg auf die Bühne“
Ich kam hierher, ganz still und leise,
auf eine ganz besondere Weise.
Am ersten Tag der offenen Tür
besah ich das Gebäude mir.
Ich ließ mir zeigen diese Räume,
erfuhr, was man hier hat für Träume,
und von den 1-Euro-Jobs.
Da sprang mir ein Gedanke hops
in meinen Kopf und ließ mich fragen,
ob auch ich an manchen Tagen
könnt eine Arbeit hier verrichten.
Ich dacht an Putzen und Kulissenherrichten,
an Requisitenbasteln, Service, Schneiderei.
Doch da waren keine Stellen frei.
So kam ich zur Theatergruppe,
musste nun auslöffeln die Suppe,
die ich mir eingebrockt spontan ,
weil ich nicht schauspielern kann.
Es begann mit eigenartigen Spielen,
Bilder stellen, Kauderwelsch reden, Pantomimen.
Ich lernte sprechen und agieren
und auch improvisieren und das alles bühnenoffen.
Anfangs wagte ich nicht zu hoffen,
dass ich mal stehe auf einer Bühne,
machte zum Spiel meist gute Mine.
Schrieb Geschichten nach Prinzip OPPA.
Fragte mich: „ Was mach ich da?“ -,
wenn ich lange saß vor leerem Blatte
bis eine Idee ich hatte.
Ließ meinen Gedanken freien Lauf,
fasste meinen Traum in Worte und schrieb ihn auf.
Das Schreiben wollte mir nun immer besser gelingen,
doch auf die Bühne durfte ich meine Idee nicht bringen.
Ein Teil der Gruppe maß sich an zu entscheiden,
was ich auf der Bühne soll sagen, wie ich mich soll kleiden.
In unserem Stück spiele ich die Rolle der „Jungen Alten“,
musste lange kämpfen, dass ich darf eine kurze Rede halten.
Die Gruppe „Delitzscher Allerlei“ geht nun auf „Hartz-Reise“.
Wir zeigen die gesellschaftlichen Problem auf unsere Weise.
Jutta Heiland, Delitzsch
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Ich
Florian Kaspar
Ich möchte etwas über mich sagen,
in meinem Kopf schwirren ständig tausend Fragen.
Einen zerstreuten Professor nennt man mich,
das find ich sehr verwunderlich.
Ich bin vergnügt,
wenn ich eine gute Note krieg.
Ist die Note für mich mies,
find ich meine Umwelt fies.
Ich bin lustig, lieb und nett,
abends gehe ich nicht gern zu Bett.
Ich mag Wasser in unserem Pool,
denn im Sommer ist das cool.
Ich habe am liebsten meinen Hund,
mit dem verbringe ich so manche Stund.
Ich könnte noch so vieles sagen,
doch alles könntet ihr nicht ertragen.
Nun komme ich langsam zum Schluss,
weil jedes Gedicht ein Ende haben muss.
Artur-Becker-Mittelschule, Delitzsch, Kl. 5 a
Florian Kaspar
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Ich
Ich, wer bin ich denn?
Ob ich mich überhaupt kenn?
Mein Temperament, so feurig und heiß,
wer mich kennt, das auch weiß.
Die Haare lang, die Nase klein,
ist klein nicht auch mal fein?
In mir steckt ein Engel,
doch manchmal auch ein schlimmer Bengel.
Auch wenn ich manchmal zickig bin,
will ich so sein, wie ich halt bin.
Alle sind anders, das ist auch gut,
sonst wäre die Welt doch voller Wut.
Jeder ist so, wie er ist,
das bleibt auch so,
bis das Leben zu Ende ist.
Laura Kneiß, Mockrehna (13 Jahre)
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Frühlingszeilen
Vergangen ist die Winterszeit,
die Zeit der dunklen Nächte,
der Frühling kommt, nun ist´s so weit,
hinweg ihr düstren Mächte.
von ferne winkt Ostara schon
mit holdem Frühlingsschleier.
Am Himmel strahlt die goldne Sonn´
enteist ist jeder Weiher.
Die Flora grüßt mit ihrer Pracht,
die Fauna auch nicht minder.
Nun alle Menschen wohl bedacht,
jed´s Lüftchen weht gelinder.
Nimm in dich auf die Frühlingsluft,
wie sie dir nun gegeben.
Erfreu dich all der Blumenduft,
erkenn dort neues Leben.
Drum richt den Blick nach vorne nur
für neues, frohes Streben,
besinn dich, was so die Natur
dir wird umsonstens geben.
Lisa Beyer (12 Jahre), Rackwitz
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