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Das ist doch Umweltschutz vom Feinsten. Kohlendioxid, das in Kraftwerken bei der Energieerzeugung entsteht, soll vielleicht schon bald nicht mehr in die Luft geblasen werden. Na, das wäre ja nicht schlecht! Doch wohin damit? Unter die Erde! Das ist die Lösung! Rausgeholt haben wir ja schon viel, jetzt geben wir mal etwas zurück. …

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Der „Dichterwettstreit 2009“
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„Vom kleinen zum großen Ich“

Ich war ein Kind, als Mutter starb, bleib jahrelang mit Vater allein,
dann schickte er mich zur Schule, denn Bildung muss sein.
Dann kam der Krieg mit Bomben, Tod und Grauen,
der Vater fiel, die Großeltern taten jetzt nach mir schauen.
Andere Schrecken verschonten mich,
so wuchs ich auf mit meinem Ich.

Sie erzogen mich, bereiteten mich vor fürs Leben,
versuchten mir so viel wie möglich zu geben,
sie halfen vielen, linderten manche Not,
teilten oft mit Nachbarn das letzte Brot.
So überstanden wir die schlechten Zeiten,
mussten dann keine Not mehr leiden.
So formten sie für das Leben mich,
den Menschen mit dem eigenen Ich.

Dann kam die Liebe, die Ehe, der Kindersegen,
Pläne, Arbeit – man wollte so viel bewegen.
Wir haben vielen geholfen und mit gemeinsamer Kraft
wurde in den Jahren vieles geschafft.
Die Zeit ging viel zu schnell dahin,
als Mensch mit meinem Ich war ich stets mittendrin.

Dann starb der Mann und wie in jungen Jahren
bin ich die Lebensbahn allein weitergefahren.
Mit Arbeit und mit sehr viel Kraft
hab ich es bis heut geschafft.
Noch ist nicht Schluss, es geht immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Nun bin ich, hab stolz dies hier aufgeschrieben,
denn ich bin als Mensch, mir und meinem Ich treu geblieben.

Sigrid Richter, Trebsen/OT Altenhain

Das Ich

Dem Ich wurd es zu eng zu Haus,
drum zog es in die Welt hinaus.
Es fühlte sich zu Höherem geboren,
so wanderte es fort zu fremden Toren.
Andere Länder wolle es ergründen,
um so vielleicht sein Glück zu finden.
Es ging vom Südpol in den hohen Norden,
aber auch dort ist es ihm zu kalt geworden.
In den Tropen war´s zu heiß,
hier blieb es nicht, um keinen Preis.
Und so fuhr es kreuz und quer,
in der ganzen Welt umher.
Hat Täler durchwandert, Berge erklommen,
viel erlebt und viel Wissen gewonnen.
Es sah viel böse und gute Sachen,
musste weinen, konnte lachen.
Es ist gelaufen, gefahren, geflogen und geschwommen,
ist aber nirgends so richtig angekommen.
Drum hält es ein und kehrt zurück
und findet hier sogar sein Glück.
Und es versteht:
In der Heimat, wo ich geboren bin,
bin ich zu Hause, dort gehöre ich auch hin.
Dies sagt euch, das Ich.

Sigrid Richter, Trebsen/OT Altenhain

„Ich mag mich“

Ich mag mich mit meinen tollen Temperament.
Ich mag mich, wenn Begeisterung in mir brennt.

Ich mag meinen Witz und meinen Humor.
Ich mag meine Stimme im Sprachenchor.

Ich mag meine zarte zerbrechliche Seele.
Ich mag meine Power, die ich nicht verhehle.

Ich mag meine Art zu fantasieren.
Ich mag meine Lust zu fabulieren.

Ich mag meine Ängste und Traurigkeit.
Ich mag mein Herz so groß und weit.

Ich mag ganz sehr meiner Liebe Glut.
Ich mag meinen Ärger und auch meine Wut.

Ich mag meine Fröhlichkeit und mein Lachen.
Ich mag meine Fehler und all die anderen Sachen.

Ich mag an mir noch eine Menge mehr –
sich zu mögen ist gar nicht schwer.

Karin Hentschel, Torgau

„Ich“

Nun ist wieder ein Tag vergangen.
Ich liege im Bett und will schlafen.
Doch irgendwas hält mich gefangen.
Da hilft auch kein Zählen von Schafen.

Gedanken kreisen um das Heute.
Wie habe ich die Stunden verbracht?
Wenn ich mich darüber so freute,
schliefe ich schon längst in dieser Nacht.

Doch mich plagt mein schlechtes Gewissen.
Spät am Abend erst ist es erwacht.
Probleme wälzte ich verbissen,
habe deshalb nur an mich gedacht.

Schon in der Frühe kamen Sorgen
und nahmen mich völlig in Beschlag.
Und was so schlecht begann am Morgen,
das setzte sich fort den ganzen Tag.

Alles drehte sich nur noch um mich.
Das macht kaputt, kann ganz schön stressen.
Doch was mir gibt den schmerzhaften Stich:
„Ich habe dich dabei vergessen“.

Ach, ich nehme mich viel zu wichtig.
Bin ich denn der Mittelpunkt der Welt?
Mehr Gelassenheit wäre richtig –
ein Leben, dem Heiterkeit gefällt.
Mich ärgert nun die vertane Zeit.
Wie sinnlos, nur an sich zu denken.
Das bringt doch keine Zufriedenheit,
kann Glück und Freude niemals schenken.

Nun macht sich nur noch Müdigkeit breit.
Und in den Schlaf sinkend tröstet mich:
Neuer Tag bringt neue Möglichkeit –
und da denke ich bestimmt an dich!

Doris Lehnert, Torgau

Wege!

Kleiner Bach, wohin führt dein Weg?
Der meinige einmal zu Ende geht.
Du begleitest mich oft beim Wandern ein Stück.
Dein lustiges Plätschern klingt wie Musik.
Mal flüsterst du leise, ich höre dich kaum.
Dann lautes Rauschen, so wie der Baum.
Du springst über Steine, wie ich einst als Kind
und fliest um die Wette mal mit dem Wind.
Dein klares Wasser löscht meinen Durst,
denn du bist Leben, welches immer sein wird.

Regina Schulz, Schildau


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