Warum in die Ferne schweifen,
sieh das „Gute“ liegt so nah, dies ist wirklich wahr.
Denn in Torgau gibt´s zwar viel zu sehn,
man muss nur durch unser Städtchen gehen.
Sehen kann man lebende Bären,
ein schönes, neues Schwimmbad, verschönert im Nu,
was sagst du da noch dazu?
Auch zwei Mal Kaufland, groß und klein,
dies finden viele Torgauer sicher auch fein.
Nur eines fehlt hier wirklich sehr,
es gibt kaum Arbeitsstellen mehr.
Nun heißt es doch ab in die Ferne,
denn Torgauer Menschen arbeiten gerne.
Fahren bis über Grenzen zur Arbeit hinaus,
kommen ohne die Steuerentlastung nicht mehr aus.
Keine hohen Gehälter und Zusatzleistungen mehr zahlen an Wirtschaftsbosse,
man sollte lieber ans Volk jetzt denken und
den arbeitenden Menschen mal mehr schenken.
Manch schöner Betrieb ist ganz verschwunden,
was längst noch nicht hat geheilt die Wunden.
Denn jeder braucht ein Ziel im Leben
und es sollte nicht so viele Hindernisse geben.
Darum bitten die Menschen, nur hört uns kaum einer zu
wichtiger sind Kriege zu finanzieren, Aufbauhilfen zu leisten.
Nur wie es hier manchen Menschen noch so geht,
die unter freien Himmel leben, ein geringes Einkommen haben,
kurz - in Armut leben, denen wird wenig gegeben.
Arbeit heißt es dafür muss sich ein Staat einsetzen und
nicht versuchen, ihre Gehälter neu aufzubessern.
Gelder da und dort hinschieben, trotzdem ist die Armut geblieben.
Na ja, Arbeit gab es zu DDR-Zeiten, darum sind auch weniger auf
der Strecke geblieben, nur hätte manches verändert werden müssen,
dann würden wir heut mehr leben in Genüssen.
Torgau, unsere Heimat, was ist dir geworden?,
einiges gut und einiges weniger gut,
aber einige Menschen sind dir treu geblieben,
dass es so bleibt, dies liegt
an jedem Menschen selbst und dafür müssen alle etwas tun.
Rosamarie Buchmann, Torgau