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Na, dann wollen wir Sie mal abhören, hat früher der Arzt immer gesagt. Heute sagt das der Verfassungsschutz. Der sieht nämlich rot. So rot, dass er sogar Mitglieder der Linken im Bundestag abhört oder, wie es offiziell heißt, beobachtet. …

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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes

Meine Gedanken

Ich säh so gern mit dir die Blumen blühn,
das Bunt, das unser Aug entzückt.
Mit dir solch schöne Zeit erleben,
das wär für mich ein großes Glück.

Ich fühlt mit dir so gern der Sonne Strahlen,
die lösen Trübsal auf und Frust,
die uns des Alltags Grau vergehen lassen
und wecken in uns ein Stück Lebenslust.

Ich hört‘ so gern mit dir der Musik schönste Klänge,
die Töne, die zu Herzen gehn,
die uns hoch heben, fliegen lassen,
die in uns weiter klingen - wunderschön.

Ich läg‘ so gern bei dir, hört‘ deinen Atem fließen,
fühlt‘ deine Wärme, deines Herzens Schlag.
Wie würd‘ ich diese Zeit genießen !
Er wird bald kommen, dieser schöne Tag.

Christiane Höse, per Mail

Was ist uns wichtig?

Was ist uns wichtig? Die Ehrlichkeit,
sie gibt den stabilen Grund.
Sie hilft, einander zu verstehen,
gibt unsre Haltung kund.

Was ist uns wichtig? Das Vertrauen!
Nichts tun, was den andern kann kränken;
Sich geben, was der andere braucht,
Lieb’ und Verständnis schenken.

Was ist uns wichtig? Die Herzlichkeit,
und Wärme, ein liebes Wort,
auch die Berührung, und Zärtlichkeit
geben und nehmen, hier und dort.

Was ist uns wichtig? Beisammen sein
so oft es irgend geht,
die Hände halten, die Wärme spürn,
gewiss sein: der andere versteht!

Christiane Höse, per Mail

ICH

Ich, wer bin ich,
wie soll ich mich beschreiben.
Ich bin ein Kind, nicht lange mehr, ich zähl schon 13 Jahr.
Obwohl, ein Kind
werd ich wohl immer bleiben,
für meine Mutter, bleib ich es ein Leben lang, das ist wohl wahr.

Lucas Fedorov, Wildschütz

Meine Ängste

Ich ging durch einen Wald, es war schaurig und kalt.
Niemand war da, nur ich allein.
Ich bekam Angst und fing an zu schrein,
hatte das Gefühl, ich käm nie wieder heim.
Doch dann sah ich in der Ferne ein Haus.
Ich ging hinein, doch niemand war da, nur ich allein.
Ich schwirrte durchs verlassene Haus und ging zur anderen Tür wieder raus.
Da sah ich ein Tal, es war wunderschön, überall bunte Blumen stehn.
Ich setzte mich hin, schloss meine Augen und entspannte erst mal.
Als ich sie wieder öffnete, merkte ich es war nur ein Traum, alles war wie immer, ich saß zu Hause in meinem Zimmer.

Maria Hiersemann, Bad Düben / OT Schnaditz

ICH

Wer mich lieben will,
den Weg des Kennenlernens gehen muss.
Denn wer mich nicht kennt,
mich auch nicht lieben kann.
Auch wer mich verachten will,
diesen Weg beschreiten muss,
von Angesicht zu Angesicht
erst dann entscheiden kann.

P. Rieger, 04862 Mockrehna


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