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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes
„Ankommen“
Es ist die Zeit, die uns beglückt
oder unsere Träume vergiftet.
Das Leben tickt Stück für Stück
durch Tag und Nacht, begleitet nur vom Stundenschlag
und ich spür, wie die Augenblicke verdampfen
zum Staub der Vergangenheit.
Hab ich die Lektionen gelernt,
um gegen den Wind zu kreuzen, um anzukommen?
Harald Schneider, Gorden-Staupitz, OT Staupitz
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„Ich“
Wo komm ich her,
wo geh ich hin?
Ich weiß nur eins:
„Mir steht der Sinn
nach einem Du.“
Reif ward die Zeit,
es nähert sich,
zunächst noch weit,
ein Du dem Ich.
So kommt der Tag,
da zeigt es sich,
dass es sich mach,
das Du und Ich.
Eh man´s vermeint
in einem Nu
sind wir vereint,
das Ich im Du.
Bald sind wir drei
oder auch vier.
Schon kommt herbei
das Alter mir.
Des Lebens Sinn
sich hat erfüllt.
Wo geh ich hin,
veraltet Bild?
Den Kreis des Lebens schließt ER nun,
als Ursprung allen Seins bekannt,
wo sich vor meinem Erdentun
der Anfang meines Ichs befand.
Ich geh in diese Dunkelheit
vertrauensvoll hinein,
hoffend, seine Herrlichkeit
wird auch daraus mich befrein.
Manfred Freytag, Belgern
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„Die Motte“
Ich stehe hier in dieser gottverlassenen Kälte, vor diesem Grabstein,
vor meinem Grab ...
Doch in dieser Welt schon Tausende Male begraben,
steht mein schwacher Körper auf und wandelt zum Licht.
Und ich habe dir schon oft gesagt: „Weine nicht“.
Habe Angst, dass sie auch dich begraben
und du zu schwach bist,
dein Körper in dieser grauenhaften Finsternis zerfällt ...
Weißt du, wie oft ich dir schon sagte,
dass nichts in dieser Kälte für ewig hält ...
Jetzt bin ich selber hier,
gefangen in meiner Asche,
gefangen in mir.
Weißt du, wie oft ich schon hoffte,
dass dieser Schein zerfällt.
Doch ich vergaß,
das war nicht unsere Welt ...
Weißt du, als die Dunkelheit kam
und dieses Licht mit dem Schein zerbrach:
Ich kam mir vor wie eine kleine von Menschen unerwünschte,
äußerlich als hässlich empfundene Motte,
die vor dieser Wahrheit, der Dunkelheit davonrannte,
fliehend in dieses Scheinlicht.
Anfang glaubte ich, beschützt zu sein
und doch war ich voller Angst und allein,
der hässlichen Wahrheit ins Auge sehend.
Die Angst, sie war zwar groß,
doch machte sie sich meiner mächtig und zog mich wieder zurück in die Dunkelheit ...
Und nur deine Tränen, sie weckten meine Gefühle
und brachen mir beinah in dieser Kälte das Herz
und ich fühlte wieder, wenn auch nur Schmerz.
Lisa Krüger, Gerichshain
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„Ich“
Mein Name ist Paul,
ich bin mal ganz gerne faul.
Hab ne kleine Schwester und einen Kater der ist ein neuer,
trotzdem ist er mir schon lieb und teuer.
Ich mag Lesen, Schwimmen, Fahrradfahren
und beim Judo einen Kampf austragen.
Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium, Klasse 5 a Paul K.
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„Ich“
Ich liebe das Leben
in der freien Natur!
Das ist Fröhlichkeit pur.
Es macht Spaß und Freude.
Es war schon immer so wie heute.
So leb ich und auch manche Leute.
Ich liebe die Luft
so frisch, so klar!
Das lockt an die ganze Vogelschar.
Die Vögel zwitschern, die Vögel singen,
ich könnte vor Freude in die Luft springen.
Manchmal ist das Leben nicht so einfach.
Doch jeder hat Schwächen und Stärken,
das wird wohl so mancher merken.
Sei nicht traurig, scheuch weg den täglichen Frust
und entdecke deine Lebenslust!
Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymn., Klasse 5 b namenlos
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