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Na, dann wollen wir Sie mal abhören, hat früher der Arzt immer gesagt. Heute sagt das der Verfassungsschutz. Der sieht nämlich rot. So rot, dass er sogar Mitglieder der Linken im Bundestag abhört oder, wie es offiziell heißt, beobachtet. …

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„Zwischen Himmel und Erde“

Zwischen Himmel und Erde
gibt es Tag und Nacht,
gibt es Sonne und Regen,
gibt es Glauben und Segen,
doch es gibt auch einen,
er glaubt fest an dich
und dieser eine, das bin ich.

Zwischen Himmel und Erde
gibt es Freude und Leid,
gibt es Wahrheit und Lügen,
gibt es kämpfen und siegen,
doch es gibt auch einen,
er kämpft ständig um dich
und dieser eine, das bin ich.

Zwischen Himmel und Erde
gibt es Leben und Tod,
gibt es wahre Ungeheuer,
gibt es Wasser und Feuer,
doch es gibt auch einen,
er geht durchs Feuer für dich
und dieser eine, das bin ich.

Siegfried Michael, Grimma

„Der Weg“

Ein langer Weg voller Umwege und Stolpersteine
liegt hinter uns.
Ein ebenso langer liegt vor uns.
Wo führt er hin?

Zeigt er uns die Fehler der Vergangenheit
oder führt er uns zu Neuem?
Ist das Vergessene endlich vergessen
oder steht es in voller Größe wieder auf?

Müssen wir endlich loslassen, um neu anzufangen?
Oder müssen wir anfangen loszulassen?
Geht man den einfachen geraden Weg
oder ist der holprige, steinige
meist der gerade Weg des Lebens?

Wer sagt uns, welcher Weg der richtige ist.
Kann man ihn planen oder kommt es nur darauf an,
dass man alles unternimmt,
um sich selbst nicht „im Weg“ zu stehen?
Oder hat man den Weg, der vorbestimmt war,
schon übersehen?

Monika Ebert, Schlieben

In einer einsamen sternenklaren Nacht

In einer einsamen sternenklaren Nacht
ist meine Sehnsucht nach
deiner Zärtlichkeit erwacht.
Dann zähle ich schweigend
die Stunden der Uhr,
warte ich nur,
bis du wieder bei mir bist
und unsere schöne Romanze
nie vergisst.

Wenn zärtlich meine Hand
dein Gesicht berührt
und ich deine ewige Liebe spür,
weiß ich genau, du gehörst zu mir
– mein geliebtes – Kuscheltier.

Christine Grund,Elsterwerda

Allein

Und ich geh durch die nächtlichen Straßen,
vom Regen durchnässt bis auf die Haut.
Es ist ein sehnsuchtsvoller Blick,
mit dem ich in die beleuchteten Fenster schau.
Ich wünsche mir, hinter einem der Fenster zu sein.
Will Wärme und Geborgenheit spürn.
Mit Vater, Mutter und Geschwistern
den Tag zu einem guten Ende führn.

Doch ich bin allein, nur ein Zimmer,
in einem Kinderheim.
Kenne nicht Vater noch Mutter,
war mein Leben lang allein.
Mutter, Vater wo seid ihr, wo?
Ich möchte euch nur einmal sagen,
ich kann ohne euch nicht glücklich sein.

Ich schau hinauf zu meinem Zimmer.
Vier Wände umgeben mein Heim.
Sollen mir mehr als nur ein Dach,
müssen mir ein Zuhause sein.
Niemand kann meine Tränen sehn,
die ich vor Einsamkeit wein.
Tausend Sterne am Himmel stehn.
Bleib ich für immer allein?

Manfred Sacher, Delitzsch


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