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Das ist doch Umweltschutz vom Feinsten. Kohlendioxid, das in Kraftwerken bei der Energieerzeugung entsteht, soll vielleicht schon bald nicht mehr in die Luft geblasen werden. Na, das wäre ja nicht schlecht! Doch wohin damit? Unter die Erde! Das ist die Lösung! Rausgeholt haben wir ja schon viel, jetzt geben wir mal etwas zurück. …

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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes

„Ich“

„Ich“ – oft einsam und allein, schaue traurig
in den trüben März hinein.
Das nasskalte Wetter macht mich sentimental,
ich denk an Vergangenes, aber egal.
„Ich“ warte sehnlichst auf den warmen Sonnenschein
und bin mit meinem hoffnungsvollen Wunsch
nicht allein.
„Ich“ habe nun die ersten bunten Krokusse entdeckt,
such Schneeglöckchen und Märzenbecher – hatten
sich versteckt.
„Ich“ rieche der Hyanzinthen süßen Duft
und spüre bereits den Frühling in der lauen Luft.
„Ich“ genieße jetzt jeden kleinen warmen Sonnenstrahl
und diese Freude gönne ich mir öfters mal.
Meine Depressivität kann nicht mehr bleiben,
ich werde sie mit Aktivität und Sport vertreiben.
„Ich“ freue mich auf liebe Freunde und „dich“
und dann befinde ich mich endlich wieder im
lebenslustigen „Ich“.

Maria Hammer, Grimma

Ich widme es meinen Eltern

Vorbei – vergessen – nie wieder?

Ihr hattet viele Sommerpläne, beide rege und gesund,
wolltet den Lebensherbst genießen, denn die Welt ist schön und bunt.
Doch keiner konnt die Zukunft planen
und die weitere Zeit erahnen ...

Vater lag teilnahmslos im Bett – ob er ewig schlief.
Bei jedem von uns sitzen die Eindrücke tief,
zwischen Beten und Bangen, wir waren getroffen –
hilft der Herrgott – was bleibt noch zu hoffen?

Die Zeit verrann, was wird sie bringen?
Wird eine Besserung noch gelingen?
Gibt es ein Morgen? Gibt´s einen Fortschritt, sei er noch so klein ...?
Oder wird die Erinnerung für ewig sein?

Kämpfe weiter, Vati, immer dem Leben zu!
Wem als Helfer Dank gebührt, das weißt am besten du.
Ärzte und Schwestern haben viel für dich gemacht,
auch Mutti hat nur an dein Wohl gedacht.
Nimm ihre Hand und gib ihr später einen Kuss,
weil so viel Engagement man schätzen muss!

Schwere Stunden sind vorbei, ein Vergessen wird nicht sein,
viele Dinge kannst du heute schon wieder allein.
Dankbarkeit wird es immer von uns allen geben –
Vater, ist es nicht wie ein zweites Leben?

Anonymer Verfasser

„Ich“

Ich befehle, kommandiere,
gewinne und verliere,
ich nehme und gebe,
auf großem Fuß ich lebe:
„Was kostet die Welt“?

Ich rede und schweige,
ich lenke, ich leite,
ich weine und lache,
auch übe ich Rache,
wenn einer mich prellt.

Ich spiele, ich fühle,
ich singe und springe,
ich suche und finde,
bin da und verschwinde,
wie ein Vogel im Flug.

Ich schreie, ich verzeihe,
ich wage und versage,
ich liebe und leide,
ich ringe, ich schreite
bis zum letzten Atemzug.

Siegfried Michael, Grimma

Mein Enkel und „Ich“

„Ich“ oft traurig und allein,
denke an dich, mein kleiner Sonnenschein.
Bei aller Gerechtigkeit,
du nimmst dir oft für mich Zeit.
„Ich“ beantworte all deine wissbegierigen Fragen
und höre dich kluge Dinge sagen.
„Ich“ freue mich, wenn wir uns nacheinander sehnen,
um dann gemeinsam etwas zu unternehmen.
„Ich“ radle, wandere und schwimme mit dir
und du freust dich auf das Motorradrennen mit mir.
„Ich“ habe dich angesteckt
und das motorsportliche Interesse in dir geweckt.
Du bis stolz eine Omi zu haben, die
selbst ihr Motorrad lenkt,
„Ich“ hatte dir die Moto-„GP“ für deinen
Computer geschenkt.
Du erklärst mir deine virtuose Welt,
„Ich“ spüre, dass dir das sehr gefällt.
„Ich“ finde eins besonders nett,
du kommst zum Kuscheln noch in mein Bett,
da reden wir über tausend Sachen
und haben dabei viel zu lachen.
„Ich“ wünsche mir, dass diese Innigkeit
in der heutigen, oft lieblosen Zeit,
für uns beide ein Leben lang so bleibt.

Maria Hammer, Grimma

„Ich“

Ich liebe den Frühling, den
Sommer, das Licht,
aber die Dunkelheit,
die mag
ich nicht.
Scheint die Sonne, dann komme
ich schnell ins träumen
und möchte draußen überhaupt
nichts versäumen.
Die Bäume, die Blumen und
die grünen Wiesen,
das sind Dinge, die kann
ich von Herzen genießen.
Öffnen dann noch die Bäder,
bin ich nicht mehr zu halten,
denn beim Schwimmen kann
ich mich richtig entfalten.
Auch im Urlaub finde ich es
wunderschön,
kann ich vom Berg ins Tal
hinabsehen.
Alles mag ich, wenn die
Sonne lacht
und ihre Strahlen uns
glücklich macht.

Ingeborg Friese, Wurzen


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