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Haben die Heuschrecken ein Feld leer gefressen ziehen sie zum nächsten weiter. So, oder ähnlich hatte sich das auch mal die Menschheit gedacht. Irgendwann finden wir einen bewohnbaren Planeten und ziehen einfach um. Jetzt hat uns die Realität eingeholt. ...

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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes

Nachts,wenn ich träume

Wieder ein Tag, der mich von Dir trennt
Wieder ein Tag, der die Nacht noch nicht kennt.
Wieder ein Tag, den ich ohne dich bin
und nachts träume ich mich zu dir hin.

 Nachts kann ich fast immer bei dir sein.
Nachts wiegst du mich in den Schlaf hinein.
Nachts bin ich ohne Angst und hab Mut
denn nachts bist du bei mir, und das tut mir gut.

 Alles erzählen kann ich dir dann.
Alles erleben, mit dir, was man erleben kann.
Alles, aber eben nur geträumt,
im wahren Leben, da haben wir alles versäumt.

 Im Traum, da geht alles wunderbar.
Im Traum bist du immer für mich da.
Im Traum  hab ich dich für mich ganz allein,
grad so als könnt´s nie anders sein.

 Warum kannst du nachts nur bei mir sein?
Warum läßt du mich am Tage allein?
Warum ist ein Wiedersehen so schwer?
Du, lebst schon sehr viele Jahre nicht mehr.

 Darum muss ich mich zu Dir träumen
Darum will ich keinen Traum versäumen.
Darum vermisse ich dich, PAPA
und wünschte Du wärst nicht nur im Traum für mich da. 

 Heike Fedorov, 04862 Wildschütz

Ruhige Nacht

Draußen leuchtet orangenes Licht,
alles ruhig, du schläfst, du merkst es nicht.
Von Träumen, wie nie jemand gedacht,
bist du plötzlich ganz unruhig aufgewacht.

Schaust suchend aus dem Fenster runter
auf die leere Straße, da ist niemand mehr munter.
Nichts zu sehen, nicht einmal eine Katze auf dem Dach,
es scheint, als wärst nur du noch alleine wach.

Ja, sogar der Briefkasten bleibt leer,
alles leise und nichts wiegt schwer.
Doch es ist alles Vertraute trotzdem da,
nur ganz still, wie ein leeres Märchen klar.

Mit dem Gedanken wie Menschen auf den Straßen wühlen,
Vögel fliegen und Hände fühlen;
schläfst du mit einem Lächeln ganz klein,
ruhig und voller neuer Träume wieder ein.

Willy Gräske

Ich

Ich – ist das eine bloße Existenz.
Gedanken, Gefühle, Wünsche und Hoffnungen?
Ein Traum, der niemals zu Ende geht...

Wer bin ich?

 Ich – ist das eine bloße Geschichte.
Schwarz auf weiß auf Papier gebannt?
Ein Drama, eine Komödie voller Freud und Leid...

Wer bin ich?

Ich – ist das eine bloße Überraschung.
Ob gut, ob schlecht, bestimmend auf unserem Weg?
Ein Zufall, der unser Leben bestimmt....

Wer bin ich?

Das Leben, das Sein, des Menschen Hoffen und Bangen,
der Lichtstrahl, der uns durch das Leben führt.
Eine Taube am Himmel, die gen Hoffnung zieht
und eine Wolke dahinter die finstre Gedanken trägt.

Ich – das ist, was das Leben bringt.
Ich – das ist Kraft, die jeder in sich trägt.
Ich – das ist Freude, innere Energie.
Ich bin auf der Welt, allein auf der Bühne, die sich Leben heißt...

 Claudio Stöber, Torgau

  ICH

Schon als Kleinkind sage ich,
Mama, ich will mit Dir rausgehen;

Gehe ich dann in die Schule, sage ich,
Mama, ich habe keine Lust aufzustehn.

Mache ich dann die Ausbildung sage ich,
Mama, ich will bis früh in die Disco fahren;

bin ich dann achtzehn Jahr, sage ich,
Mama, bekomme ich jetzt meinen tollen Wagen.

Kommt dann die Hochzeit heran,
überlege ich, was kann ich nun fordern?
Mama, wann kann ich mit Deinem Geld die Weltreise ordern!

Geht es nicht auch anders auf der Welt,
muss sich nicht immer alles drehen
um egoistisches Wollen und Geld!

Schöner wäre es, mal der Mama zu sagen,
Mama, ich hab Dich lieb!

Kann ich nicht auch mal sagen,
Mama, ich bin zum Helfen bereit!

Oder sollte ich mal fragen,
Mama, ich mache mit bei der Hausarbeit.

Mama, ich verzichte auf das Taschengeld,
ich gehe Zeitung austragen, bevor die Schulklingel schellt.

Mama, ich will fleißig in die Schule gehen,
ich möchte mich später in einem schönen Berufe sehn!

Mama, warum gibt es so viel Unterschiede auf dieser Welt,
besteht das Leben denn nur aus Stress und viel Geld ?

Peter Meyer, Bad Liebenwerda

Ein treuer Freund

Ein treuer Freund, das ist der Hund.
Dies tat schon mancher Dichter kund.
Ein Hund kann Menschen glücklich machen.
Selbst kranke Kinder können wieder lachen.

Als Rettungshund hilft er bei Gefahren.
Blinde können seine guten Eigenschaften oft erfahren.
Ein wenig streicheln und lieb zu ihm sein,
er geht mit dir durch dick und dünn – ist das nicht fein?

Aber auch Erziehung muss man ihm angedeihen lassen,
wo was Fakt ist und nichts dem Zufall überlassen.
Lob ist wichtig bei Mensch und beim Tier,
der Hund wird es dir danken, wie vieles hier.

Wie nur ist einem Menschen zumute,
muss sein treuer Freund von ihm gehen, der gute?
Ich kann verstehen, wie schwer das ist!
Ein guter Freund wird doch immer vermisst.

Annelies Konwiarz, Elsterwerda


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