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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes
„Ich und Du“
Quimonda jeder Arbeitsplatz hat ein Gesicht
Lasst mir meine Arbeit, so tut doch was,
ohne Arbeit macht mir mein Leben keinen Spaß!
Deutschland Sachsen Dresden!
Hier bin ich so liebend gern gewesen!
Das ist meine Heimat, hier bin ich geboren,
hier hab ich vieles fast alles verloren!
Vor allem die Arbeit, sie gab mir den Sinn
zum Leben, zum Lieben und weiterhin
machte sie mich stolz, zufrieden und satt!
Sie brachte Erfüllung, über dem Kopf ein Dach!
Über mir schwelt jetzt ein mulmiger Rauch
der nimmt mir die Luft, die ich zum Atmen brauch!
Es ist kaum einer da, der fühlt meine Not,
nur der, der auch ringen muss um sein tägliches Brot!
Und der, dem abhanden gekommen sein Selbstwertgefühl!
Auch der, der krampfhaft sucht nach einem Überlebensstil!
Und der, dem seine Würde schon aberkannt,
der nicht mal mehr wird mit seinem Namen genannt!
Der als Arbeitsloser, als ein Nichts deklariert
und vielleicht schon als Assi in der Liste geführt?
Die Werte des Lebens wo sind sie geblieben?
Werd ich vielleicht auch noch dazu geschrieben?
Es gibt schon Leute, die sagen lungere nicht rum,
such dir ’nen Job und mach deinen Buckel krumm!
Wer aber kann fühlen, der weniger friert,
wenn einer wie ich seine Arbeit verliert?
Wer kann schon empfinden den endlosen Schmerz,
der sich verkrampft in Seele und Herz?
Aber es tut ja nur mir und den Betroffenen weh,
wenn wir frieren unter der Brücke im Schnee!
Ich habe Angst, wenn ich da unten müsst liegen
und mich vor Kälte an die Pfeiler müsst schmiegen!
Ich kann mir´s nicht vorstelln, wie wird das sein?
Ich will nicht daran denken ich will wieder Heim!
Versteht ihr das nicht? Ich will raus aus der Not!
Ich will durch die Arbeit mein tägliches Brot!
Tät es nicht nur MIR, sonder auch DIR so sehr weh,
dann könnte sich mehr ändern für D I E J E N I G E N im Schnee!
Deutschland, DU sagst es ein reiches Land!?
Welch erhebende Worte! Wie imposant!
vielleicht für DICH, aber doch nicht für MICH!
Christine Eichler, Merschwitz
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Blauer Schmetterling
Ich fühle mich wie ein blauer Schmetterling,
zur Sonne emporgehoben,
ich sah den schönen Sonnenschein
und auch den Regenbogen.
Ich fühle mich wie ein orangener Schmetterling,
mal tanzen und mal lachen.
Doch wenn die Sonne untergeht,
tut mir die Seele Sorgen machen.
Ich fühl mich, wie ein grüner Schmetterling
so frei und unbeschwert
ich fühl mich wohl, wo gute Freunde sind,
da bin ich nie verkehrt.
Ich fühle mich, wie ein trauriger Schmetterling,
der heut die Welt nicht mehr versteht
und plötzlich gießt es wie aus allen Tassen,
sogar die ganze Erde bebt.
Ich sehe nicht die schönen Blumen,
die Vögel sind ganz plötzlich nicht mehr da,
meine Flügel wollen nicht mehr fliegen,
wo ist die Sonne?, ja, wo ist sie, ja?
Doch endlich kommt ein blauer Falter,
fliegt auf mich zu geschwind,
die Sorgen werden immer kleiner,
ein schöner Tag beginnt.
Petra Ulbrich, Panitzsch
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„Ich“
Ich geh heut im Park ein Stückchen spaziern.
Ich lausche und hör das erste Vöglein jubiliern.
Ich hör das Piepsen ein wenig verhalten,
wegen des Windes, noch eisig kalten.
Ich schau hinaus in dem Baum zu der kleinen Meise,
sie fand schon den ersten Wurm zur kräftigen Speise.
Ich war so froh, hinausgegangen zu sein,
jetzt kam sogar noch der Sonnenschein!
Ich pflückte noch drei Buschwindröschen geschwind
und ich freu mich sooo, wie lieblich doch die kleinen Dinge sind!
Karin Meyer, Bad Lausick
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„Ich“
Ich bin auf Erden nur ein ganz kleines Licht,
diese heutige Welt verändern, vermag ich nicht.
Ich versuche deshalb in meinem Leben,
mit aller Kraft das Beste zu geben.
Ich kann es gar nicht verstehn,
dass viele Menschen an allem so achtlos vorübergehn.
Ich würde das so gerne verändern, aber wie?
Das ist wohl die reinste Utopie!
Ich schaffe es nun einmal nicht,
denn ich bin doch Erden nur ein ganz kleines Licht!
Karin Meyer, Bad Lausick
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