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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes
„Vergiss mich nicht ...“
Ich wäre gern
ein warmer Hauch,
der dich umfängt.
Ich wäre auch sehr gern
ein helles Licht,
das funkelnd hoch
am Himmel hängt
und niemals bricht.
Vergiss mich nicht!
Doris Plathe, Gröditz
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„Tagträume“
Erinnerungen
sie hüllen mich ein.
Der einzige Weg,
bei dir zu sein.
Du hebst deine Hand.
Winkst traurig mir zu.
Sag, wo ist dieses Land
und wo bist du?
Jede Geste von dir
ist mir so vertraut.
Du bewegst deinen Mund,
doch ich hör keinen Laut.
Ich möchte dich halten,
dein Gesicht noch mal sehn.
Die Nebel, sie wallen,
die dein Antlitz verwehn.
Doris Plathe, Gröditz
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„Ich habe Dich neulich im Traum gesehen“
Ich träumte mich in den Schlaf hinein,
da erschien mir ein Bild und das war Deins!
Du kamst mit offenen Armen daher
als wolltest du sagen ich liebe dich sehr!
Ich war so glücklich, du warst mir so nach,
ich weiß nicht, was mir auf einmal geschah!
Du warst mir so nah wie nie in meinem Leben,
ich wollte dich umarmen, dir tausend Küsse geben!
Ich wollte dich festhalten, du gingst aber fort,
ohne zu sagen ein einziges Wort!
Du hast noch gelächelt, mir zugewunken,
dann bist du wie ein Schiff, im Meer versunken!
So sehr ich mich um deine Rückkehr bemühte,
du entschwandest wie ein Stern, der am Himmel verglühte!
Der Traum löste sich auf unter bitteren Tränen,
du erschienst mir nicht wieder, mir blieb nur das Sehnen!
Christine Eichler, Merschwitz
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„Engel“
Engel sind Wesen, die beschützen,
der Glaube an sie wird uns in schweren Zeiten nützen.
Engel sind wunderschön.
Unsichtbar umhüllen sie uns wie ein leichter Föhn.
Sie achten darauf, wohin du auch gehst,
dass du dein Leben verstehst.
Verlierst du dich im Dunkeln, senden sie dir ein Licht,
spürst du Leid im Herzen, passen sie auf, damit es nicht zerbricht.
Engel senden Signale klangvoll wie Musik,
sie sollen dich begleiten wie ihr Himmelsblick.
Es sind Sinfonien für dein und unser aller Glück.
Der Glaube an Zukunft und Liebe, es gibt kein zurück.
Karsten Herrmann, Riesa
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„Ich“
Ich war als Kind geboren in Liebe und Sorglosigkeit,
neugierig im Jugendalter und zu manchen Schandtaten bereit.
Ich war als Erwachsener geschult durch Prüfung und Lehren.
Ich war jetzt bereit, meine gesammelten Erfahrungen zu vermehren.
Ich eilte mit meinen Plänen der Zeit voraus,
ich schaffte für mich mit Fleiß Beruf, Familie und Haus.
Nun blick ich im Alter wehmütig und leidgeprüft zurück
und merke, dass mir fehlt ein lieber Mensch zum wahren Glück.
Marianne Goedicke, Mutzschen
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