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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes
Blumenduft
Ich weiß nicht mehr,
was mit mir geschah,
aber es war im Frühling,
das ist klar.
Als ich aus dem Hause ging
und einen unbeschreiblichen Geruch empfing.
Ich wollte wissen,
woher er kam,
drum lief ich einfach meiner Nase nach.
Sie führte mich
zu einer großen bunten Blumenwiese
mit Narzissen, Butterblumen und Löwenzahn.
Ja, diese kleinen hübschen Geschöpfe
verzauberten mich in einen glücklichen Menschen.
Der bis heute noch den unbeschreiblichen
Geruch riechen kann.
Vanessa Wehner, Torgau (11 Jahre)
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„Ich“
Geboren als Mädchen,
geworden zur Mutter und Frau.
Die Jahre vergehen, werde älter und grau.
Viel muss man als Hausfrau und Mutter erdulden:
die Kinder zanken und streiten,
haben Löcher in Hosen und Schuh,
schlechte Noten bekommen,
die erste Liebe kam auch noch dazu,
Lehrstellen suchen,
Urlaube buchen,
Wäsche waschen, Kuchen backen,
Essen kochen, einkaufen und auch noch
arbeiten gehn.
Freie Stunden!?
An einer Hand kann ich diese abzähln.
Hat sie keinen Mann?,
seh ich euch fragen.
Der Mann, der einst so viel versprach,
die Sterne wollt er mir vom Himmel holen,
stets unter die Arme greifen,
so oft er nur kann!
Doch im Laufe der Jahre
sah ich es ein,
schnell hatte er vergessen
sein Versprechen.
Sitzt lieber vorm Fernseher
und schreit nach sei'm Bier.
Die Arbeit war anstrengend,
so erklärte er's mir.
Seine athletische Figur
hat er längst nicht mehr,
die Haare werden wenig,
der Bauch umso mehr.
Lieg ich abends tod müde im Bett,
denk, die Rollen zu tauschen,
wäre ganz nett.
Ich träume von Sachen, die ich alles tu...,
faulenzen, bedienen lassen, Beine hochlegen
und in die Kneipe gehen.
Es klingelt der Wecker
„Ein neuer Tag bricht an“.
Melitta Pautze
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„Liebe“
Unsere Herzen haben sich vereint
und sie werden sich noch fester
verbinden für die Ewigkeit!
Unsere Liebe soll die stärkste sein.
Sie soll alles Böse überwinden und
auch mal größere Fehler verzeihen.
Ich bin so glücklich, dich zu kennen.
Und ein paar Gründe werd ich dir jetzt nennen:
Ich kann dir vertrauen, denn du kennst Treue.
Ich kann auf dich bauen, ohne dass ich etwas bereue!
Du bist einfach ein Mensch zum Verlieben
und ich kann nie genug von dir kriegen.
Ich lebe mein Leben, aber nur noch mit dir.
Ich wird dir immer Wärme geben, weil
ich dich „Liebe“ ohne Angst und ohne Zier.
Yvonne Aftermann, Neukyhna,/OT Pohritzsch
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„Menschsein heißt menschlich sein“
Wer nur strebt nach Gut und Geld vergisst dabei das wahre Leben,
spürt nicht, wie schön doch unsere Welt,
denkt nur ans Nehmen, nicht ans Geben.
Sieht Blumen nicht als Lächeln der Natur
auch kaum des Himmels strahlendes Blau,
materielle Dinge bestaunt er wertschätzend nur
fühlt sich als Kenner und besonders schlau.
Doch unser Dasein ist nur ein kurzer Augenblick
Freundschaft und Tolerenz sollten Tagesaufgaben sein
sowie Miteinander für der anderen Glück
dafür stehe jeder mit ganzer Hingabe ein.
Denn Menschlichkeit hat viele Namen
sie lauten: „ich achte, liebe, verlasse mich auf dich“.
Auch Freunde, die in größter Not stets zu dir kamen,
verdienen Ehre und Dank auf ewiglich.
Dies alles sind bleibende, erinnernde Werte
wer fragt dann noch nach Reichtum, Gut und Geld.
Wenn du verlässt einst diese Erde
stellt sich die Frage: „War ich als Mensch auf dieser Welt?“
Rudi Weihmann, Bad Düben
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„Die Jahreszeiten des Lebens“
Ein Mensch wird geboren in diese Welt,
des Lebens Frühling beginnt.
Noch lebt er vom Alltag unbeseelt,
weil alles ohne Mühe und Plage verinnt.
Allmählich nimmt man die Umwelt wahr,
des Lebens Sommer beginnt.
Kinderzeit Jugendliebe sind immerdar;
alles hastet zu schnell vorbei am Menschenkind.
Schneller als gedacht kommt eine triste Zeit,
der Herbst des Lebens hat begonnen.
Ein großer Teil des Daseins ist nun Vergangenheit,
ist wie ein Hauch im Wind zerronnen.
Deckt Eis und Schnee die Erde zu
dann ist da der kalte Winter:
Man erinnert sich froher Zeiten,
auch an die als Sünder.
denkt aber noch nicht an die letzte Ruh.
So wie die Jahreszeiten kommen und gehn,
so ist das Leben, mal traurig, aber auch schön.
Genießen wir deshalb freudvoll alle Tage,
bis endet der Kreislauf ohne Klage.
Rudi Weihmann, Bad Düben
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