|
|
|

Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes
Es ist schön, eine Waage zu sein
Ich liebe den Herbst mit
seinen goldenen Sonnenstrahlen,
sie erwärmen mein Herz und
bringen die Augen zum Strahlen.
Ich liebe den Herbst, denn ich
bin ein Kind der Natur
ich schau auf den Regenbogen
und frage mich,
wie macht sie das nur?
Ich liebe den Herbst,
mit seinen bunten Blättern
und wünsche mir auf der
Lebensleiter weiter so zu klettern.
Ich sehe den Herbst mit
verzauberten Augen,
an Wunder will
ich gerne glauben.
Ich liebe den Herbst,
mit all seinen Tagen.
Die Welt ist bunt, wie das Leben,
mehr kann ich nicht sagen.
Ich liebe den Herbst,
weil ich im Sternzeichen
Waage geboren bin,
abzuwägen, das
ist in meinen Sinn.
Kristin Ulbrich, Leipzig/OT Engelsdorf
|
Sammy
Mama sagt: "Komm zieh dich an,
wir fahren mit der Straßenbahn."
Eine Überraschung soll es sein,
ins Tierheim gehen wir hinein.
Wir gingen an den Hunden vorbei,
da schrie von weiten schon ein Papagei,
ich wollte ihn haben, da sagte Mama:
„Nein ein kleiner Freund soll es sein.“
Ich freute mich und lief zu den Katzen hin,
dort wo ich am liebsten bin.
Sie schmusten und schnurrten
„komm doch herein
wir wollen deine Freunde sein.“
Ein Meerschwein quiekt,
da geh ich hin,
„wirst du mein neuer Freund?“
hab ich im Sinn.
Mama sieht das Meerschwein an
und sagt, dass ich es haben kann.
Kristin Ulbrich, Leipzig/OT Engelsdorf
|
ICH (Grausame Stunden)
Was macht man, wenn man einsam ist,
´ne tolle Braut heut` Nacht vermisst?
Ich dachte, es wär mal ganz schön,
sich in der Disco umzusehn.
Wochenende und bald Nacht,
hab ich mich auf den Weg gemacht.
War angekommen und ging rein,
um endlich nicht allein zu sein.
Jetzt such ich mir eine aus,
die nehm ich mit zu mir nach Haus.
Ich war glücklich, es war alles schön,
das Unheil konnt ich noch nicht sehn.
Da stand sie umfangreich,
der Ausschnitt sehr gewagt,
Granata Bomba, wie man sagt.
Unzählige Kilos rissen mich dann
ohne Rücksicht an sich ran.
Ihr Vorbau riesig und sehr schwer,
verhinderte Hören und Sehen sehr.
Nun tanzte sie mit mir und mehr und mehr
wurde die Fläche um uns leer.
Den Tanz, den kann man nicht benennen,
meine Schleifspur war gut zu erkennen.
Bei ihrem Charme blieb keiner stehn,
das Sicherste war, ihr aus dem Weg zu gehn.
Nicht einer hat sich bei ihr beklagt
oder ihr mal die Meinung gesagt.
Auch starke Männer wollten gehen.
als sie diese Frau gesehen.
Wer mutig war, der hat gelacht
und sich dann aus dem Staub gemacht.
Keinen kümmerte mein Flehen,
doch jeder hat mich leiden sehen.
Nun hatte ihr etwas zum Trinken gefehlt
und ich erblickte das Licht der Welt.
Ich kam kurz los von ihrer Hand,
da bin ich schnell davongerannt.
Vorher hätt´ich nie gedacht,
dass eine Frau so schnell mich macht.
100 m in 10 Sekunden waren kein Problem,
wie fit ich war, konnt ich jetzt sehn.
Die Angst, ich treffe sie mal wieder,
fährt mir jetzt schon durch die Glieder.
Die Lust auf Frauen war wie weg,
nach diesem ungeheuren Schreck.
Was wär nur, bloß mal angenommen,
ich wäre nun nicht fortgekommen?
Hätte sich ihre Lust und Leidenschaft vermehrt,
wie hätte das an mir gezehrt!
Zum Glück ist alles gut gegangen,
mehr kann ich wirklich nicht verlangen.
An die nächste Frau irgendwann,
mach ich mich wieder selber ran.
Dietmar Schmidt, Gröditz
|
|