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Na, dann wollen wir Sie mal abhören, hat früher der Arzt immer gesagt. Heute sagt das der Verfassungsschutz. Der sieht nämlich rot. So rot, dass er sogar Mitglieder der Linken im Bundestag abhört oder, wie es offiziell heißt, beobachtet. …

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Der „Dichterwettstreit 2009“
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Jeden Morgen

Ich mag es, wenn diese Hand mit ihren
zärtlichen Fingern so über meinen Hals fährt.
Wenn sie mich dort zärtlich berührt.
Mich streichelt. Wenn mir dieses Gefühl der Geborgenheit
durch den Körper fließt. Einfach nur daliegen,
und es genießen. Das ist ein Leben.
Sie verschwindet ...Kommt wieder.
Streicht mir über den Rücken. Langsam über den Rippenbogen.
Einfach ein entspannendes Gefühl.
Deine Nähe zu spüren. Es spüren,
wie dort jemand ist, der einen liebt. Auf einen aufpasst.
Sich um einen kümmert. Es ist einfach erhebend.
Ich brauche das. Jeden Morgen wache ich auf
und ich habe ein Verlangen nach deiner Nähe. Ich kann es
nicht erklären, aber anderenfalls fehlt etwas. Ist es nicht wie sonst.
Dies alles hab ich nur ab und an nötig. Aber dann bist du für mich da.
So wie ich für dich da bin, wenn du es brauchst.
Sich so zu ergänzen ist schön.
Das ist das, was alle in ihrer Beziehung anstreben. Es ist traumhaft.
Und wo wir gerade bei Träumen sind. Ich wache jeden Morgen auf.
Habe dieses Verlangen nach dir. Doch du bist nicht da! Ich gehe meinem Alltagsleben nach. Doch du bist nicht da!
Ich lege mich jeden Abend
in mein Bett. Doch du bist nicht da!
...Mir ist klar geworden, dass das alles nur ein Traum war.
Ein schöner Traum. Der einen jedoch quält.
Man hat dieses Verlangen, doch es ist niemand da, der es stillen kann.

Sven Bärwinkel, Torgau

ICH für DICH

Ich mal dir ein Bild in die Seele,
so bunt wie das Leben mal ist.
Ich mal dir ein Bild in die Seele,
damit du die Welt nicht vergisst.

Ich wähle die schönsten Farben
von Rot bis Himmelblau.
Gelb für die aufgehende Sonne,
braun für die Augen, in die ich gern schau.

Grün für die Wiesen im Sommer
und weiß für den Schnee, der bald fällt.
Schwarz als Zeichen der Trauer,
auch sie lebt in unserer Welt.

Tausend Farben möcht ich haben
nur für einen einzgen Tag.
Ich möchte alles Glück auf einmal malen,
weil ich Glück und Freude mag.

Und wenn ich nicht mehr weiter weiß,
mische ich die Farben neu.
Ich male nur ein Bild für dich,
ein Bild, das dich erfreut.

Ute Deisinger, Wurzen

Der Rabe und die Vogelscheuche

Es war einmal ein mutiger Rabe. Der suchte einen Freund.
Er flog über die Wiesen, die waren schon ganz zugefroren.
Er fand eine Vogelscheuche.
Der mutige Rabe nannte sie Maxi.

Fabian Killinger, Bindlach

Ein kleiner Fliegenpilz

Es war einmal ein kleiner Fliegenpilz,
der stand ganz gewöhnlich auf der grünen Wiese.
Der kleine Pilz sah kleine Glühwürmchen – die glühen wie
Glühbirnen.
Doch plötzlich kam ein Mann und trat auf die Wiese und schnitt ihn ab.

Fabian Killinger, Bindlach

Blauer Schmetterling

Ich fühle mich wie ein blauer Schmetterling,
zur Sonne emporgehoben,
ich sah den schönen Sonnenschein
und auch den Regenbogen.

Ich fühle mich wie ein oranger Schmetterling,
mal tanzen und mal lachen.
Doch wenn die Sonne untergeht,
tut mir die Seele Sorgen machen.

Ich fühl mich wie ein grüner Schmetterling
so frei und unbeschwert –
ich fühl mich wohl, wo gute Freunde sind,
da bin ich nie verkehrt.

Ich fühle mich, wie ein trauriger Schmetterling,
der heut die Welt nicht mehr versteht
und plötzlich gießt es wie aus allen Tassen,
sogar die ganze Erde bebt.

Ich sehe nicht der schönen Blumen,
die Vögel sind ganz plötzlich nicht mehr da,
meine Flügel wollen nicht mehr fliegen,
wo ist die Sonne?, ja, wo ist sie, ja?

Doch endlich kommt ein blauer Falter,
fliegt auf mich zu geschwind,
die Sorgen werden immer kleiner,
ein schöner Tag beginnt.

Petra Ulbrich, Panitzsch


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