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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes
Ich sein mit Dir
Ich möchte fühlen, aufwühlen,
denken, bewegen, erleben, erstreben.
Ich möchte genießen, erzielen,
kreativ sein, etwas verändern.
Ich sein.
Ich kann lachen, weinen,
tollen, ruhen, bejahen, verneinen.
Ich kann wild und sanft,
traurig und glücklich sein.
Ich sein.
Ich mit Dir Du mit mir.
Das ist die Liebe zum Leben.
Es ist die Liebe zu Dir.
Die Liebe zum Leben, zu Dir und zu mir.
Ich sein.
Ohne Du kein Ich.
Jeden Tag, jede Stunde,
jede Minute und jede Sekunde,
intensiv spüren, sich verlieren.
Mit allen Sinnen hier und mit Dir sein.
Im Jetzt und Hier mit Dir.
Einfach nur Ich sein, mich erleben.
Mit Dir und mit mir, jetzt und hier.
Das möchte, das kann und bin Ich.
Ich sein mit Dir.
A. Jordan, Torgau
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Ich
Tolerieren, akzeptieren,
vergessen, verzeihen, hinter mich lassen.
Erinnerungen bewahren, verwerfen,
Erfahrungen nutzen, Sehnsüchte spüren.
Ziele erkennen, Wege begehen,
Freiheit entdecken, glücklich sein, schweben.
Abenteuer erspüren, verführen,
Freuden auskosten, Menschen verstehen.
Auf nichts verzichten, Gefühle zulassen,
Träume erkennen, begreifen, erfassen.
Sinnlichkeit ohne Kompromisse, Genüsse,
das Leben lieben, fallen lassen
nicht morgen, sondern heute.
A. Jordan, Torgau
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ICH
Ich das sind Ich und Du
oder wie sagt man dazu?
Denn im Leben gibt es das
Ich nicht allein
dazu gehört oft ein Partnerlein.
Allein, nur als ich durchs Leben gehn,
das wäre doch nicht schön anzusehn.
Darum wird aus dem Ich
meistens ein Du und ein Wir,
denn nur zusammen
schaffen wir es in der Zukunft und hier.
Deshalb streichen wir ganz einfach
das ICH heraus
und machen ein großes WIR daraus.
Dana Schumann, Röderland
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Ich!
Ach, was bin ich froh und glücklich,
Dass es mich auf Erden gibt.
Denn ich bin ja augenblicklich
Immer noch in mich verliebt.
Wär’ ich nicht auf dieser Erden
Fehlte etwas in der Welt.
Glücklich könnt’ ich nimmer werden,
Niemals wäre ich ein Held.
Niemals würde Liebe lachen,
Niemals säh’ ich Sonnenschein,
Könnte morgens nicht aufwachen,
Träumen unter Sternenschein.
Doch ich lebe froh und heiter
Hier im schönen Elbeland.
Leb’ noch achtzig Jahre weiter,
Nimm die Liebste bei der Hand.
Scheint uns beiden heut’ die Sonne,
ziehn ins Grüne wir hinaus.
So ein Leben ist die Wonne.
Immer nur in Saus und Braus.
Ohne mich wär’ ich verloren,
Ohne mich wär’ ich nicht da.
Oh wie gut, dass ich geboren.
Leb’ hoffentlich noch hundert Jahr’.
Günter Sadlowski, Bad Liebenwerda
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Die Morgensonne
Ich sehe die Sonne,
sehe ihr warmes, frisches Licht,
wie es sich im Morgennebel bricht,
und beginne zu träumen:
Von einem Wald,
durchdrungen vom warmen Rot,
es hütet alle schlafenden Leben,
die sich in seine Obhut begeben.
Es rauschen die Bäume
und wiegen sich im seichten Wind,
kleine Engel erwachen in ihren Kronen.
In meinem Herzen wird es warm,
ein sanftes Lächeln formt mein Gesicht,
eine leise Stimme flüstert: Zuversicht!
Der Zug hält, und ich erwache.
Rascheln, feste Schritte, Stimmengewirr.
Da wird mir klar:
Dieser Wald gab mir ein Bild, was bleibt,
tief in mir, für die Ewigkeit.
Alexandra Gaudlitz, Falkenberg/Elster
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