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Gesetz ist eben Gesetz. Zumindest so lange, bis einer dahinterkommt, dass es nicht verfassungskonform ist. Das muss man doch aber vorher wissen. Was macht man nun? Ein neues Gesetz. Laut Urteil des Obersten Gerichtshofs ist die flächendeckende Vorratsdatenspeicherung nicht mehr zulässig. …

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Der „Dichterwettstreit 2009“
Ihres SonntagsWochenBlattes

Ich

Ich ,, fliege Ich fliege über ein großes Feld,
brauche kein Öl, kein Geld.

Ich fliege mit Flügeln wie ein Engel.
Keine Warteschlangen, kein Gedrängel.

Ich flieg durch die kühle klare Nacht;
Kein Lärm, kein Laut, der kracht.

Ich fliege ruhig und sanft weiter,
wie ein goldener Himmelsreiter.

Ich fliege zu den Sternen gern,
das Glück scheint so nah und ist doch so fern.

Ich fliege durch einen mir bekannten Raum
und erwache aus meinem Traum.

Willy Gräske

ICH

Wer, wenn nicht ich, kennt mich am besten.
Wer, wenn nicht ich, wüsst was richtig für mich ist.
Wer, wenn nicht ich, ließ sich so oft verletzten.
Ja ich, ich trag allein die Verantwortung für mich.

Ich hab mich im Leben schon so oft verannt.
Ich hab die Schuld oft bei anderen gesehn.
Ich allein, aber habe mein Leben in der Hand.
Ja das, das habe ich nun endlich eingesehn.

Nur ich, ich stellte mich mit dem Gesicht zur Wand.
Nur ich war es, der wollte, konnte nicht nach vorne sehn.
Nur ich allein, ich hab das Ruder in der Hand.
Ich allein, die Kraft es umzudrehn.

Nun weiß ich, es ist längst nicht zu spät.
Nun weiß ich, ich allein bin es, der sich ändern kann und muss.
Nun weiß ich, wie das Leben geht.
Ich hab mir geschworn, mit dem Gejammer ist Schluss.

Heut ist mir klar, auch ich kann was schaffen im Leben.
Heut gibt es Tage, da bin ich stolz auf mich.
Heut weiß ich, der, der sein Bestes wird geben.
Der ist was Besonderes, ein jeder ganz für sich.

Heike Fedorov, Wildschütz

Ich

Ich - dein Herz, dein Blut, deine Seele,
ich, die immer wieder deine Nummer wähle,
ich, die immer eins nicht glauben kann,
denn du ziehst mich immer wieder in deinen Bann.

Ich, die immer versucht, dich zu vergessen – doch das kann ich nicht,
dann denke ich an dich und sehe alles aus deiner Sicht.
Ich weiß, ich kann nicht mit und auch nicht ohne dich,
doch wie soll das gehen, ich weiß es nicht.

Zwei Welten ein Gefühl,
getrennt zu sein ist der Schmerz, den ich in mir habe, in meinem Herz,
zu wissen, wir schaffen es nicht, will ich nicht wahr haben,
doch anders geht es nicht.

Doch weißt du überhaupt, ich habe gelogen, ich liebe dich nicht.
Ich wollte Dir nicht wehtun, doch das habe ich getan,
du schreist mich an und sagst zu mir:
„Du brichst mir mein Herz und erfüllst es mit Schmerz,
ich liebte dich wirklich, doch nun ist es vorbei,
ich werde dich vergessen, doch es fällt mir schwer,
meine Gedanken von nun an leer“!

Tina Holzweißig, Großwig

Ich fühl mich gut

Ich fühle mich gut, denn ich weiß, ich bin gut.
Ich lebe im Einklang mit meiner Seele.
Für den Weg zu mir selbst, da brauchte ich Mut,
weil ich die dunklen Flecken nicht mehr verhehle.

Ich will nicht mehr so sein, wie ich nicht bin,
sonst lebe ich blind an mir selber vorbei.
Über mich selbst hinauswachsen, das ist der Sinn.
Nun endlich bin ich zufrieden und frei.

Ingrid Popp, Süptitz

Ich

Ich bin nichts Besonderes, nix, auf was man neidisch sein muss,
aber ich habe den Stolz, den andere schon verloren haben.

Ich bin nicht perfekt, mache Fehler,
aber ein Leben ohne Fehler gibt es schon lange nicht mehr.

Ich bin nicht kompliziert, ich bin nur eine Herausforderung.
Aber ich bin, wie ich bin. Ich bin ich.

Ich versuche nicht, andere nachzumachen,
zu sein, wie andere es wollen!!!

Vielleicht bin ich nicht perfekt, aber ich bin froh, so zu sein,
einfach anders - aber dennoch Ich selbst.

Stephanie Dittberner, Thallwitz


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