Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes

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Das Leben ist schön …

Das Leben ist schön,
doch von außen gesehen, kann das nicht jeder verstehn.

Schön ist, wenn man morgens erwacht,
und golden die Sonne vom Himmel lacht.
Wenn es regnet, stürmt und schneit,
man durch die Felder streift zu zweit
dazu der Lerche Lied ertönt,
was soll man sagen – das Leben ist schön.

Wenn Kinderlachen froh erschallt
und als Echo rüberhallt.
Wenn Eltern sich freuen an ihrem Gedeihen
und sich mit ihnen beim Spielen erfreuen.
Wenn alle zusammen sich gut verstehn
da sag ich nur eins – das Leben ist schön.

Wenn Opa und Oma beschaulich daheim
werkeln und putzen am eigenen Heim
Sohn und Tochter auch packen an,
damit es schneller geht voran
und gönnen sich dann die verdiente Ruh,
hören auch mal einander zu,
ist alles im Einklang auch mal bei Tiefen und Höhn
dann kann man nur sagen – das Leben ist schön.

So soll es auch bleiben heute und hier
und auch mal streben vom Ich zum Wir
Man muss nur rückwärts betrachten, was alles geschehn
dann kann man sagen – das Leben war und ist schön.

Erika Maschek, Elsterwerda


Wachet auf!

Wachet auf und schaut hinaus,
ihr Jungen und ihr Alten,
der Frühling lockt uns aus dem Haus,
tut alles bunt gestalten.

Er bringt uns die laue Nacht,
die ganze Vogelschar,
den Blütenduft, die Blumenpracht,
so, wie in jedem Jahr.

Wachet auf und geht hinaus,
ihr Großen und ihr Kleinen,
denn die Sonne kommt heraus,
wird überall nun scheinen.

Siegfried Michael, Grimma


Frühlingsgefühle

Hurra, hurra,
der Frühling ist da
und mit ihm,
die Frühlingsgefühle.

Mein Herz ist so froh,
es brennt lichterloh,
freut sich
auf die Liebesspiele.

Die Vögel zwitschern
in freier Natur,
auf Bäumen,
Feldern und Wiesen.

Auch meine Geliebte
„zwitschert“ mir ins Ohr:
„Komm, lass uns
den Frühling genießen.“

Siegfried Michael, Grimma


Das Leben ist schön

Kommt man auf diese Welt,
geht es los mit diesem Geld. 
Man muss in der Schule fleißig sein,
um einen guten Beruf zu nennen sein!

Hat man dies dann geschafft,
aufpassen, sonst hat der Tod einen schon vor der Rente weggerafft.

Nun kommt die lange Rentenzeit oh je,
was mach ich nur die viele Zeit, oh weh?

Doch in der Bude auf dem Sofa, bei Bier, Schnaps und TV,
dass sollte man lassen, jetzt hat man Zeit für schöne Dinge, schau, schau.

Für Lesen, Radeln, Singen, Ruhen,
Freunde treffen, Grillen, Angeln und mal Nichts tun.
Fotografieren, Autofahren, Kegeln, Funktionen und Vereine,
hat man Zeit und hoffentlich ist man nun nicht schon alleine?

Nebenjobs machen und auch mal auf dem Sofa liegen,
im Internet surfen, mailen und das Kreuz beim Sport verbiegen;
Klassentreffen vorbereiten und dabei einmal richtig tanken,
auch ab und zu sich machen mal gar keine Gedanken;
Enkel betreuen, Fische im Aquarium halten und wichtige Akten sortieren,
mit Freunden Gaststätten besuchen und öfters mit den Verwandten in Übersee am Telefon das Neueste diskutieren.

Also glaubt es mir, das Leben kann so schön sein,
man muss es nur täglich ausgestalten;
sich viele schöne Ziele setzen
und sie dann im Leben auch einhalten.

Peter Meyer, Bad Liebenwerda


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