Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes

>> Zur Foto-Galerie der Abschlussveranstaltung


Das Leben

Jeder Tag bietet uns Erlebnisse;
schöne und weniger angenehme.
Und irgendwann mischen darunter welche,
die in uns den Wunsch erwecken,
sie mögen nicht zu Ende gehen.
Sie stimmen uns zufrieden
und lassen Schmetterlinge
im Bauche fliegen.
Sie geben uns Kraft
und lassen alles Unschöne verblassen.
Man möchte die Zeit anhalten.
Doch in dem Wissen,
dies nicht zu können,
erlangen wir übernatürliche Kräfte.
Mit dieser Energie ist man in der Lage,
sich selbst und lieb gewordenen Menschen
solche Tage wie Perlen aus dem Meer zu fischen.

Gabriele Thalmann


Des Lebens Freude

Nicht nur am Himmel scheint die Sonne.
Sie lächelt aus dem Herzen dir.
Ein trüber Tag wird schnell zur Wonne,
ist die Freude auch bei mir.

Wenn es draußen trübe wird,
soll`s nicht im Herzen werden.
Freude gibt es überall,
überall auf Erden.

Natürlich muss man sie auch sehn.
Liegt fast in unsrer Hand.
So mancher seufzt und wundert sich,
dass er sie noch nicht fand.

Oft merkt man ihre Nähe nicht
Und ist ganz aufgebracht.
Freude kommt von innen raus,
wenn unsre Seele lacht.

Man darf nur nicht vorübergehn.
Dann wird ein Tag oft schwer.
Natürlich wird man`s überstehn,
doch ohne Freude bleibt er leer.

Gabriele Thalmann


Gedanken über das Glück

Manchmal sitzt man und denkt und denkt:
Ob uns das Leben von seinem Glück etwas schenkt?
Vielleicht einen Lottogewinn oder so!?
Mal ehrlich, der machte uns doch sicher ganz froh.
Man könnte sich so viele Wünsche erfüllen.
Doch denkt man weiter, so für sich im Stillen:
Würde man sich dann wirklich glücklicher fühlen?
Wär man nicht einsamer als bisher?
Dann wünschte man sicher es wär wie vorher.
Glück ist nicht viel Geld auf der Bank.
Es macht nur neidisch, ziellos und krank.
Glück ist die Wärme der Sonne zu spüren,
mit seinen Träumen den Himmel berühren,
geliebt zu werden und Liebe zu geben.
Glück ist so einfach;
Schön ist`s zu leben!

Gabriele Thalmann


Gedanken über das Leben

Meine Augen wandern durch`s Abendhimmelblau
und ich denke:
Warum nimmt der Mond nicht die Sonne zur Frau?
Beide wären ein leuchtendes Paar
inmitten der riesigen Sternenschar.

Am Morgen schau ich über Felder, braun, gelb und grün
und wünschte mir,
dass schon die Sonnenblumen blühn.
Hand in Hand trotzen sie Wetter und Wind
und sie zeigen uns, dass sie stolz auf sich sind.

Schaukelt mein Blick mit den Wellen im Meer,
frage ich mich:
Wo kommt das viele Wasser nur her?
Weshalb ist unsere Erde grad rund?
Warum gibt es nie Frieden? Was ist der Grund?

Wo führen die viel gepriesenen Abwege hin?
Ich überlege:
Nicht alles auf Erden ergibt einen Sinn.
Was passiert, wenn der allzu stürmische Wind
den Kampf gegen die friedliche Ruhe gewinnt?

So löst eine Frage die vielen anderen ab
und ich freu mich,
welches Glück ich doch eigentlich hab,
weil mir Liebe und Freundschaft zur Seite stehn.
So werden selbst traurige Tage des Lebens schön.

Gabriele Thalmann


Glück

Täglich türmen sich unerfüllte Wünsche.
Dabei vergisst man leicht die Zeit, die gemeinsame Zeit.
Sieht man den Schatten im Blick des Anderen?
Spürt man das Schwingen in seinem Herzen?
Erkennt man seine Sehnsüchte?
Und es gibt so unendlich viele Kleinigkeiten, die dem Leben einen Sinn geben und Freude in den grauen Tag bringen.
Wächst die Liebe nicht mit jedem netten Wort?
Schlägt das Herz nicht höher bei jeder zärtlichen Berührung oder einem liebevollen Blick?
Fühlt man sich dabei doch geborgen und begehrt.
Man muss es nur lernen, dieses Glück, und festhalten. Damit es sich nicht wie eine Taube auf das nächste Dach setzt.
Nimm es dieses Glück! Genieße es! Gib es weiter!
Dein Herz wird frei sein von Traurigkeit.
Schließ es fest in deine Arme und bedenke,
dass es mit jedem Tag größer wird, wenn man dazu bereit ist!
Und wer will nicht glücklich sein!

Gabriele Thalmann


Lebensfragen

Nun frag ich mich:
Was soll das werden?
Welche Freude bleibt auf Erden?
Ob man immer nur verliert
und ob man auch im Sommer friert?
Weshalb das Herz wie wilde schlägt?
Warum man Schmerz im Brustkorb trägt?
Soll man sich verdrießen lassen?
Das Schicksal selbst beim Schopfe fassen?
Ist es das Beste dies zu tun?
Kann man dann wirklich besser ruhn?


Des Menschen Wonne und Vergnügen
ist nicht mit allem Geld zu kriegen.
Liegt in dem, was wir vergeben.
und darin, wonach wir streben.
Zufriedenheit nur der erzielt,
der seine Liebe nicht verspielt,
wer seine Freunde nicht entehrt,
sich gegen Ungerechtigkeiten wehrt,
nicht nur seinen Stolz verkündet,
den Weg zum Herzen andrer findet.

Gabriele Thalmann


1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24

25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37

>> Zur Foto-Galerie der Abschlussveranstaltung


>> weiter