Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes

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Ostseeurlaub

Strandmuschel reiht sich an Strandmuschel

Handtuch an Handtuch

Slalomlauf beim Gang zum Wasser

Stimmengewirr übertönt das Rauschen der See

und trotzdem finde ich es schön hier.

Marion Schreiber


Träume

Abend wird es wieder
alles geht zur Ruh'
und man legt sich nieder
Augen fallen zu.

Und man hofft auf Träume
unbeschwert und schön
weiß zwar es sind Schäume
die schon bald vergeh'n.

Aber Träume braucht man
manchmal auch am Tag
und ich denke oft dann
dass ich Träume mag.

Marion Schreiber


Der Frühling

Der Frühling grüßt mit Sonnenschein,
darüber freut sich groß und klein.
Kein Schnee und Regen kann sie schrecken,
zart grünen Wiesen, Wald und Hecken.

Scheu recken zarte Blümelein
zum Himmel hoch ihr Köpfchen klein,
um zu verbreiten ihren Duft
in diese klare Frühlingsluft.

Im Morgengrau´n – welch ein Gezwitscher.
In allen Bäumen piepts  sogleich.
Die Vögel sind zurückgekommen
aus ihrem warmen Winterreich.

Auf Wegen, Plätzen überall
sind Kinder groß und klein.
Der Frühling lockt zu Spiel und Spaß –
wie soll´s auch anders sein.

Sabine Hallmann, Deuben


Wanderung Herbst 88

Wandern ist ein schöner Sport,
man kommt mal von zu Hause fort,
man streift umher durch Wald und Flur,
entdeckt die Wunder der Natur.
Und nebenbei will man ergründen,
ob auch Historisches zu finden.
Man stählt die Muskeln, frischt das Blut.
für die Gesundheit ist das gut. –

Und ist die Wanderung beendet,
man sich zu einem Gasthaus wendet.
Wenn das Mittagessen schmeckt,
ist das Ganze erst perfekt.
Aber aus verschiednen Gründen
wir oft kein Haus geöffnet finden.
So sind ja die Ruhetage für den Wanderer ’ne Plage.
Gründe, die sich „technisch“ nennen,
alle Wanderleute kennen.
Manchmal kann es auch passieren,
dass ’ne Krankheit schließt die Türen.
Kurz, es gibt der Tücken viel,
wenn man sich endlich glaubt am Ziel.
Doch zu all den vielen Orten
gibt’s ein Haus, das stets die Pforten
für den Wanderer hält offen,
deshalb taten wir auch hoffen
auf ein gutes Mittagessen,
in Bad Berkas Kurhaus haben wir gegessen.

Das Angebot der Speisekarten
tat wirklich Köstliches erwarten.
Wir wählten davon Entenbraten,
der schmeckt ja, wenn er gut geraten.
Doch die Ente nahm sich Zeit.
Wir warteten ’ne Ewigkeit.

Als sie endlich ward gebracht,
uns das Herz im Leibe lacht.
Mit Appetit und mit Behagen
wollten füllen wir den Magen.
Doch das war nicht möglich hier;
denn zäh und hart war dieses Tier.
Mit Geschick und auch mit Kraft
haben wir es nicht geschafft.
Und der Hunger war ja groß.
Gut, dass Soße, Kraut und Kloß
halfen, uns den Magen füllen.
Und wir dachten dann im Stillen:
Die Moral von der Geschicht:
Iss hier niemals Ente nicht!

Dr. Ursula Friedrich,Delitzsch


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