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Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes
Der Zuckertütenbaum
Bortfelsvilla, in unserem Ort.
War vor Jahren des Kindergartens Hort.
Dort steht noch heute ein großer Lindenbaum.
Durch ihn erfüllte sich vieler Kinder Traum.
Im Frühjahr, wenn er begann zu sprießen.
Fingen die Kinder an ihn täglich zu gießen.
Denn nur bei guter Pflege, und das ist bewiesen
kann man später viele Früchte genießen.
Doch was für Früchte? werdet ihr fragen.
Kann ein Lindenbaum schon tragen?
Ihr werdet staunen und glaubt es kaum.
Die Linde war doch der Zuckertütenbaum.
Erst waren sie klein, doch sie wuchsen weiter,
wurden viel länger und auch breiter.
Ein Junge dachte in seinen kindlichen Sinnen,
ich pullere dran, ich tue ihn düngen.
Das dicke Ende aber kam zum Schluss.
Weil er mit Fitwasser den Stamm wieder sauber machen muss.
Die Zuckertüten indes wuchsen weiter.
Zum Abschlussfest waren die Kinder heiter.
Denn eine Zuckertüte bekam dann jedes Kind.
Ein Glück, dass so viele gewachsen sind.
Der neue Kindergarten war ein Traum,
Doch wo ist nun der Zuckertütenbaum?
Siehst du, Frau Mund, wir wollten ihn ausgraben
und auf unsere kleinen Dumper laden.
Du hast uns erklärt, warum das nicht geht.
Nun haben wir keinen, nun ist es zu spät.
Zwei Linden wurden gepflanzt im großen Garten.
Bis die groß sind, müssen wir noch viele Jahre warten.
Da sprach ein Apfelbaum, ich bin bereit.
Die Zuckertüten lass ich wachsen, zur rechten Zeit.
So hat dann wohl das Glück entschieden
und alle Kinder sind zufrieden.
Sigrid Richter, Trebsen/ Mulde OT Altenhain
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Schön ist das Leben
Es ist schön das Leben,
man sollte es nicht vergeben.
Wenn die Sonne am Morgen lacht,
die Freude in uns erwacht,
dann hat das Leben begonnen
und wir haben gewonnen.
Es ist schön das Leben,
es kann uns so Vieles geben.
Wenn mal Wolken zu sehen,
auch Regen wird vergehen,
danach die Sonne wieder scheint
und neues Glück uns vereint.
Es ist schön unser Leben,
für das wir niemals aufgeben.
Monika Thierfelder, Eilenburg
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Das Jahr
Früher war der Winter ein ganz gestrenger Mann.
Heute kommt er froh gestimmt und sehr gelinde an.
Im Februar die Schneeglöckchen, Primel und Krokus sprießen.
Die Narzissen und Tulpen uns schon im März begrüßen.
Im April dann alle Bäume blühen, oh, wie ist der Frühling wieder schön.
Ende Mai und im Juni die Obsternte beginnt,
auf Erdbeeren und Heidelbeeren freut sich jedes Kind.
Das andere Obst schließt sich der Reihe nach an.
Nun ist Sommer und die Getreideernte ist dran.
Jetzt brauchen wir viel Sonnenschein,
die Felder müssen schnell abgeerntet sein.
Ja, lieber Sommer, wir bitten dich sehr, bring uns viel schönes Wetter her.
Dass die Kartoffeln und die Rüben gedeihen.
Das Obst und der Wein, schlechtes Wetter sie dir nicht verzeihen.
Nun können wir schon den Herbst verbuchen.
So lasst uns im Walde nach Pilzen suchen.
Die letzten Früchte lasst uns bergen.
Es soll ja nichts, was gewachsen, verderben.
Die Nebel wallen, es fällt das Laub, kühle Winde wehen.
Wir müssen nun wieder was Warmes anziehen.
Und so kommt, eh wir uns versehen,
der Advent,
und der Herbst muss gehen.
Es kommt ganz schnell der Winter an.
Und mit ihm auch der Weihnachtsmann.
Zum Silvester verabschieden wir das alte Jahr.
Und bringen dem neuen unsere Wünsche dar.
Das alte Jahr war so schnell vergangen.
Wie wird der Winter? Wir nun wieder bangen?
Nun kann der Reigen von vorn beginnen.
Bestimmt ganz anders, aber es wird auch wieder gelingen.
Sigrid Richter, Trebsen/ Mulde OT Altenhain
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Das Leben
Es war einmal ein Junge,
der sagte:
„Wenn das Meer leer wär,
dann wäre das Leben schwer.
Dann wäre das Leben in Not,
und später ist alles tot.“
Da nahm der Junge den Wasserschlauch
und dachte an eine Quelle,
darüber schwebte eine Libelle,
er dachte an eine Welle,
darin schwamm eine Forelle.
Darauf sagte sein Papa:
„Das ist zu viel Wasserverbrauch!
Das Meer
wird nicht leer
und ist immer da!“
Stefani Mey, Chemnitz (9 Jahre)
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