Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes

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Des Wanderers Heimkehr

Der Wanderer aus der Ferne kommt mit müdem Schritt und schweren Beinen,
Bleibt auf der Anhöhe steh’n, muss erst mal verweilen.
Schaut hinab in die Senke, wo der Ellernbach fließt.
Dahin, wo im Tal sein Heimatdorf eingebettet liegt.
Schmucke Häuser, hohe Bäume, dazu Feld, Wald und Wiesen –
bis zur alten Straße, wo die Windräder drehen,
Ein Stück weiter sieht er das Kirchlein stehen –
das alles muss er erst einmal begrüßen.
Linden, Kiefern, Tannen, Birken, Kastanien und Buchen,
auch den Nussbaum braucht er nicht zu suchen.
Welch herrliches Panorama bekommt das Auge zu sehen.
Er hat sich erholt – nun kann er weitergehen.
Jetzt wird es ihm warm, denn in der Fremde war es kalt.
Altenhain, meine Heimat, wirst auch schon 650 Jahre alt.
Nun fühle ich mich wohl, denn sie ist wunderschön.
Hier bin ich zu Hause, werd’ nie wieder geh´n.
Will den Enkeln erzählen, wie wertvoll die Heimat ist,
denn das begreifst du erst, wenn du in der Fremde

Sigrid Richter,
Trebsen/ Mulde OT Altenhain


Alles Gute zur "18"-
das ist ein besonderes Alter.
Mal fühlst du dich erwachsen,
mal flatterst du wie ein Falter.

Um viel zu erreichen im künftigen Leben-
darauf richte Gedanken und Streben.
Die Lasten des Alltags kann keiner dir nehmen,
deshalb musst du dir täglich Mühe geben,
sie zu bewältigen und zu zwingen,
denn nur dann können all deine Pläne gelingen.

Lass dir gesagt sein von erfahrenen Leuten:
Nur durch fleißiges Streben erntet man Freuden.

Zum Geburtstag nur Gutes,
viel Glück und Freude,
wünschen wir von Herzen- nicht nur für heute!

Beherzige die Zeile, dann wirst du auch sehn:

Es lohnt sich zu leben,
denn das Leben ist schön!

Edith Tietze, 04769 Naundorf


Eine Frühlingsnacht

Die Nacht ist auf der Welt in jedem Land
als finstere Tageszeit bekannt.
Den Tag soll man nutzen zum fleißigen Schaffen.
Nachts sollte man schlafen, um neue Kräfte zu fassen.
Doch in der Natur geht es nicht immer wie man so denkt,
ein jedes Wesen wird von seiner inneren Uhr gelenkt.
Die Dämmerung kommt, die Nacht steigt hernieder,
die Amsel singt noch ihre Abendlieder.
Der Mond steigt sacht am Himmel empor,
er kann alles sehen, er ist ganz Ohr.
Da huschen im Finsteren dunkle Gestalten dahin.
Die meisten haben nichts Gutes im Sinn.
Andere suchen nach einem stillen Plätzchen,
vergnügen sich dort mit ihrem Schätzchen.
Dort huscht ein Marder über die Wege,
er ist auf der Suche nach fetter Beute.
Halt, dort steht ein Auto, das muss er erkunden,
von oben, von unten, ob er was zum Nagen gefunden?
Hört ihr es, dort raschelt es im Garten drin,
das ist bestimmt die Frau Igelin.
Auf der Suche nach Würmern und Schnecken,
durchsucht sie jeden Winkel und alle Ecken.
Da kommt das Kätzchen auf leisen Sohlen,
will sich bestimmt ein Mäuschen holen.
Doch horch, was ist das für ein Klang,
die Nachtigall ist’s, mit ihrem Gesang.
Sitzt dort auf dem Baum, im hohen Geäst,
von wo sie ihr Lied erklingen lässt.
Dann kommt, mal verhalten, mal schnell,
mal witternd, mal schnürend, ein ganz anderer Gesell.
Der Fuchs ist’s, er hat das Dorf längst in Besitz genommen,
denn Beute kann er hier allerhand bekommen.
Ein kleiner Gesell, mit dumpfem Glockengesang,
kriecht langsam und unbeirrt seinen Weg entlang.
Sucht nach Insekten und Würmern auf Beeten und im Gras.
Die Unke oder Kröte ist’s, auch sie kennen des Nachts keinen Schlaf.
Lautlos streicht in der Luft der Kauz und die Eule umher,
auch sie schauen, huh huh, wo ein Mäuschen wohl wär’.
Über allem am Himmel scheint noch immer der Mond,
er ist das Nachtleben längst gewohnt.
Er könnt viel erzählen, doch auch er geht zur Ruh’,
und deckt alles mit dem Schleier des Schweigens zu.
Noch einmal erhebt sich lautstark ein Chor.
Die Frösche im Teich tragen ihr Lied noch vor dem Morgen vor.
Da erscheint am Horizont ein Silberstreif,
die Amseln begrüßen den Morgen gleich.
Das war das Geschehen einer Frühlingsnacht,
das erlebt nur der, der die Nacht eimal hat durchwacht.

Sigrid Richter,Trebsen/ Mulde OT Altenhain


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