Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes

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Das Leben ist schön

Wieder ist ein Jahr vergangen,
das Neue hat kaum angefangen
und die guten Vorsätze sind bereits vergessen,
der Alltag zog wieder ein unterdessen.
Was ist so schön an unserem Leben,
kann ich mir darauf eine Antwort geben?

Keine Million auf der Bank,
keine Sachen von Gucci im Schrank,
kein BMW vor der Tür
und trotzdem gefällt es mir,
dieses Leben in meiner Welt,
ohne Luxux und weniger Geld.

Denn ich hatte Glück in meinem Leben,
ich weiß, es wird nicht jedem gegeben.
Doch jeder empfindet Glück auch auf seine Weise,
es kommt und geht oft ganz leise.
Meist, wenn es vorbei, merkt man bewusst,
man hatte Glück und spürt dann erst den Verlust.

Für mich ist Glück etwas mehr Frieden auf der Welt,
für andere ist Glück ganz, ganz viel Geld.
Für den einen ist Glück schöne Reisen, tolle Sachen,
für mich ist Glück einfach nur Kinderlachen.
Für den einen ist Glück, zu den Sternen zu fliegen,
für mich ist Glück, auf einer Blumenwiese zu liegen.
Für den einen ist Glück, ist er in Hollywood gewesen,
für mich ist Glück, ein schönes Buch zu lesen.

So sieht der Mensch das Leben aus seiner eigenen Sicht,
und ich glaube dies ändert sich auch nicht.
Jeder richtet sich sein Leben nach seinen Bedürfnissen ein
und er selbst wird dafür verantwortlich sein.
Das Wichtigste ist doch, wenn Menschen verstehn,
in Frieden zu leben, dann ist das Leben auch schön.

Steffi Körpert, Cavertitz/OT Treptitz


Das Leben ist schön

Arbeitslos,
Hoffnungslos.
Melancholie macht sich breit.
Du suchst nach ´nem Zeitvertreib.

Teuer ist diese Welt,
nichts geht mehr ohne Geld.
Wer keines hat,
ist schon bald schachmatt.

Verlierst jeglichen Mut,
um die Gesundheit steht´s auch nicht gut.
Hast Dich selbst schon aufgegeben,
erwartest nichts mehr von Deinem Leben.

Doch ein Partner, der zu Dir steht,
den schweren Weg mit Dir gemeinsam geht,
Freunde, auf die Du kannst bauen,
schenken Dir ihr Vertrauen.

Enttäusche sie alle nicht,
denn Du bist kein armer Wicht.
Erreicht hast Du doch schon so viel,
und das war gewiss nicht immer ein leichtes Spiel.

Drum schau immer nur nach vorn und nicht zurück,
geh Deinen Weg gerade und nie gebückt.
Es hat Dir wirklich noch so viel zu geben,
dieses wunderschöne Leben.

Annemarie Reinicke, Bad Lausick


Das Leben ist schön

Zum Dichten lass ich mich gerne verleiten,
auch, um anderen eine Freude zu bereiten.
"Das Leben ist schön" verpacken in ein Gedicht;
sag nicht gleich: "Das kann ich nicht!"

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen,
aber heut zeig ich's euch allen,
dass mit etwas Mühe und Fleiß
sich gewinnen lässt ein kleiner Preis!

"Das Leben ist schön",
wer will das bestreiten?
Brauchst nur mal ein Stückchen ins Grüne zu gehn.
(Ich würde dich gerne dabei begleiten!)

Und auch du wirst dann sagen:
"Das Leben ist schön!"
Denn selbst an den trübsten Tagen
kann man in des anderen Augen die Sonne sehn.

Wenn sie dann erst mit aller Macht
den ganzen Tag vom Himmel lacht
und bräunt die winterblasse Haut,
da singt unsre Seele ganz laut:

"Das Leben ist schön!"
Es ist schön, ob Sommer, ob Winter.
Bestimmt kommst auch du bald dahinter
und wirst mir gestehn:
"Das Leben ist schön!"

Und wenn die kalten Winde wehn,
liest man was im warmen Zimmer,
es gilt für ewig und immer:
"Das Leben ist schön!"

Nun ich nicht länger schreiben mag,
will noch ein wenig ins Freie gehn.
Und das Motto gilt für mich jeden Tag:
Mein Herz singt: "Das Leben ist schön!"

Dieter Förster, Oschatz


Die Ameisen

Es liegen zwei Ameisen versonnen abends im Grase,
berührt der eine die andere zärtlich an der Nase.

Komm lass uns machen ein Kind geschwind,
bevor sich für dich ein anderer Besserer find!

Mit zufriedenem Gestrahle
war’s dann für beide ein wunderschön Geaale.

Sie sprach: „ Soll dies alles schon gewesen sein?“
Aus vollster Überzeugung sagte er natürlich: „Nein“.

So ging es kreuz und quer
für beide gab es kein Halten mehr,
denn kleine Kinder kommen nicht von ungefähr
war es dann zur Geburtenstund’
ein klein knuddelig Kugelrund.

Seinem kleinen Mündchen entsprang ein befreiender Schrei,
jetzt bin ich endlich als Dritter mit dabei.
So entsteht eine Familie,
versucht’s beizeiten mit Gespiele.

Ralf Hunger, Wurzen


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