Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes

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Es wäre wunderschön

Ich schlend’re langsam durchs Glacis,
mein Frauchen hab ich mit.
Es grünet alles wie noch nie,
das Wandern hält uns fit.

Die Morgenstille ist vorbei,
erwacht ist die Natur,
es zwitschern Vögel, eins zwei, drei,
kein Mensch schaut auf die Uhr.

Dort läuft ein Hund mit Stock im Maul,
dem Herrchen gerade zu,
zwei junge Männer sitzen faul
auf einer Bank wie du.

Das Leben wäre wirklich schön,
doch eines uns sehr stört,
weil Unrat überall zu sehn,
bist du nicht auch empört?

Günther Fiege, Torgau


Nicht selten

Es gibt im Lande manche Narren,
die spannen and’re vor den Karren.
Und lachen jene dann noch aus,
wenn’s nicht gelingt. Mach dir nichts draus.
Hab’ doch nur Mut! Es ist nicht selten,
dass viele bald als Meister gelten.

Günther Fiege, Torgau


Das Leben

Das Leben nimmt so seinen Lauf
für jeden ist’s verschieden,
nicht immer geht es steil bergauf,
auch Leid ist oft beschieden,
bestimmt wird es von der Natur
und das seit alten Zeiten,
ein jeder Mensch lebt einmal nur,
muss sich damit bescheiden.

Das Leben doch, so wie es ist
von Anfang an vorgegeben,
ein jeder sei sich des’ gewiss,
er muss es selber leben,
oft viele Schritte muss man geh’n
und oftmals auch vergebens,
will man am End’ ein Ziel dann seh’n,
das ist der Sinn des Lebens.

Das Leben kommt, das Leben geht,
so ist’s des Schicksals Wille
und wird dann von der Zeit verweht,
verschwindet in der Stille,
ja oftmals war’s ein kurzer Blick,
den du erhaschen konntest,
doch alles ging, nichts kommt zurück,
auch wenn du’s zwingen wolltest.

Drum lebe froh und mit Bedacht,
damit am End’ kannst sagen,
ich habe was daraus gemacht
in meinen Lebenstagen,
ein jeder soll voll Achtung sein,
mit Freude von dir reden,
ein jeder deine Leistung seh’n,
die du erbracht im Leben.

Gerhard Stoye, Rackwitz OT Zschortau


Ein Dorf fährt Rad

Am 3. Oktober zum Einheitsfeiertag
geht unser Dorf jedes Jahr auf große Fahrt.
Auch aus den Nachbardörfern kommen die Leute.
Denn Familienradwandertag ist heute.
Wir fahren in den Planitzwald,
wo fröhlich unser Ruf erschallt.
Dort geht es auf verschiednen Wegen
mit viel Spaß dem ersehnten Ziel entgegen.
Über die 6 Wege oder am Schmielteich vorbei,
die Waldluft ist gesund, der Atem wird frei.
Zur Schutzhütte an den 4 Wegen fährt das Radfahrerheer.
Dort wartet schon der Leiter vom Sport und die Feuerwehr.
Man hat schon Tische und Bänke aufgestellt.
Und bald hat ein jeder seinen Platz ausgewählt.
Bei der Feuerwehr kocht die Suppe in der Gulaschkanone
mit Bockwurst,
und das Trinken ist auch nicht ohne.
Frau Mund und Frau Körner haben für die Kinder eine Überraschung ausgedacht,
Sie bauten ein Nest, suchten die Schatztruhe, das hat richtig Spaß gemacht.
Zwei fröhliche Stunden vergingen so im Nu.
Dann strebte alles wieder nach Altenhain dem Sportplatz zu.
Dort standen die Sportfrauen mit viel Kuchen bereit.
Leckere Sachen gab es für die gemeinsame Kaffeezeit.
Es duftete nach Kaffee und schon legte man los.
Denn der Appetit war vom Radfahren groß.
Nachdem alle getrunken und sich satt gegessen hatten,
waren alle ausgeruht und freuten sich, es hatte ja keiner ’nen Platten.
Freiluftkegeln schloss sich an.
Da zeigten viele, was man so kann.
Für die Kinder ein Kleinfeldfußballspiel.
Die Zuschauer spendeten Beifall viel.
Man saß noch beisammen, genoss den schönen Tag.
Jeder war gern mit auf dieser Fahrt.
Ein schönes Erlebnis in Wald und Flur.
Inmitten der herrlichen freien Natur.
Und dies alles beim schönsten Sonnenschein.
Es konnte wirklich nicht besser sein.

Sigrid Richter, Trebsen/ Mulde OT Altenhain


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