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Die Birke und der Biber
Der Biber sieht possierlich aus,
hat Nagezähne wie ´ne Maus.
Und mit diesen Zähnen dann
nagt er die schönen Bäume an.
Auf dem Weg zur Doppelbrücke
entstand dabei schon manche Lücke.
In der Arbeit unermüdlich
tut er sich an der Birke gütlich.
Wie viel Zeit soll man noch geben?
Langsam schwindet alles Leben.
Das Werk, es ist vollendet bald,
der Nachbarbaum gibt ihr noch Halt.
6 Wochen sind ins Land gegangen
und der Herbst hat angefangen.
Für die Birke wird´s der letzte sein
jeder stirbt für sich allein.
Ein paar Tage später nur
gab´s von der Birke keine Spur.
Auch andre haben aufgepasst
schnell gesägt Ast für Ast.
Der Stamm, der brennt jetzt im Kamin
als Rauch nun durch die Esse fliehn.
Die Birke brauchte Jahre hier auf Erden,
um zu einem großen Baum zu werden.
Der Biber nagte nur 6 Wochen
dann war der Birkenstamm gebrochen.
Und der Mensch, der feuert ein paar Stunden,
die Birke dann als Rauch entschwunden.
Andrea Knobloch, Schrad
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Der Rasentrecker
Hinterm Haus gibt´s eine Wiese,
hohes Gras rauscht in der Brise.
Rasenmähen wäre angesagt,
doch keiner hat sich rangewagt.
Mit der Sense? Ziemlich schwer
dann die Idee ein Rasentrecker musste her!
Die Konten schnell durchkämmt nach Geld,
und schon ist das Ding bestellt.
Innerhalb von kurzer Zeit
steht ein roter Mäher auf dem Hof bereit.
Keiner traut sich richtig ran
Wie schmeißt man denn das Ding bloß an?
Hin und her und her und hin
Bezin reinfüllen machte Sinn!
Nun geht´s los, die Wiese wartet
und ganz schnell das Ding gestartet!
Und ohne viel Gemecker
steigt die Oma auf den Trecker!
Stolz wie ein Spanier auf hohem Ross
ist sie heute mal der Boss
Steuert den Trecker hin und her
Rasenmähen ist gar nicht schwer!
Und eh´ ihr Euch´s verseht
ist die Wiese abgemäht!
Andrea Knobloch, Schrad
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Guten Appetit!
Und zu fortgeschritt´ner Stunde
bäckt Annett nun für die Runde
einen lecker Whisky-Kuchen
doch den möchte ich nicht versuchen...!
Zucker und Salz,
Eier und Schmalz,
Butter und Mehl
Whisky macht den Kuchen gel!
Und zwischendurch und ganz ruck, zuck
nimmt die Backfrau einen Schluck
aus der Flasche nicht zu knapp,
denn sonst macht sie sicher schlapp.
Auf den Kuchen ist kein Hoffen
denn die Backfrau ist besoffen...!
Andrea Knobloch, Schrad
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Die Umleitung
An einem schönen Maienmorgen
wachten wir auf ganz ohne Sorgen.
Doch ohne Sorgen war Erinnerung
denn heut begann die UMLEITUNG!
Vorbei die Ruhe ohne Verkehr,
über die Straße gehen geht nicht mehr.
Willst den Nachbarn du besuchen,
musst du erst ´nen Fahrschein buchen.
Autos rasen vorbei mit Schwung
Hurra, es gibt ´ne UMLEITUNG!
Willst du aus dem Hof rausfahren,
wie du es gewohnt seit Jahren.
Brauchst du erst ´ne Einweisung, denn wir ham ja UMLEITUNG!
Und des Nachts im Ehebett...
früher war´s dort auch ganz nett!
Vater mach das Fenster zu,
Mutter findet keine Ruh.
Ihr ist´s zu warm, ihm ist´s zu laut,
früher war´n sie doch vertraut.
Jetzt gibt´s jeden Abend Stunk,
und alles wegen der UMLEITUNG!
Es ist mitten in der Nacht,
plötzlich wirst du wach gemacht.
Weil ein Autofahrer ganz ungeniert
seine Hupe ausprobiert.
Du springst aus dem Bett mit kühnem Schwung
da fällt´s dir ein wir haben UMLEITUNG!
Sommer, Sonntag, Sonnenschein,
du lässt alle viere grade sein.
Die Grillen zirpen, ein Vogel singt.
Deine Frau dir grad den Kaffee bringt.
Und du träumst so vor dich hin
und fragst dich nach des Lebens Sinn.
Doch plötzlich dumpfes Donnergrollen?
Ach nein, du hörst die Räder rollen
und fragst dich ganz entsetzt:
Menschenskind, was kommt denn jetzt?
Doch plötzlich hörst du dumpfen Donner.
Herangebraust ein 20-Tonner,
Die Erde bebt, du guckst entsetzt ...jetzt...!
Doch da kommt dir die Erleuchterung -
ach ja, wir ham ja UMLEITUNG!
Doch jetzt hast du die Nase voll
hast ´ne Idee die ist ganz toll!
Damit nun endlich Ruhe ist
spielst du ganz einfach Polizist.
Du stellst dich auf die Straße hin
und jeder denkt: Was hat das für ´nen Sinn?
Du fuchtelst mit den Armen rum
hoffentlich fährt dich keiner um!
Und flugs wird aus der UMLEITUNG
ganz schnell eine DREISEITENSPERRUNG!
Andrea Knobloch, Schrad
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