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Hausaufgaben
Jetzt ist es wieder mal so weit,
es ist Hausaufgabenzeit.
Ich hole meine Stifte raus
und schreibe viele Zahlen auf.
Beim Schreiben, als ich zwischen zwei Zahlen schwanke,
kommt mir plötzlich ein Gedanke.
Die Zahlen laufen nicht davon,
aber meine Freunde schon.
Ich lasse alles stehn und liegen,
um jetzt noch pünktlich zu kommen,
müsst ich fliegen.
Bis ich komme, müssen die anderen warten,
sonst können sie das Fußballspiel nicht starten.
Hannes Dietrich, Klasse 5a,
Grundschulzentrum R. Reiss
Bad Liebenwerda
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Sonne
Wenn die Sonnenstrahlen früh durch mein Zimmer tanzen,
bis zu meinem Schulranzen,
dann wird es ein schöner Tag,
weil ich die Sonne mag.
Ist die Osterzeit vorbei,
kommt bald der Monat Mai
und dann ist es nicht mehr so weit
bis zur schönen Sommerzeit.
Denn ich kann es kaum erwarten,
endlich baden zu gehen im Garten,
und scheint die Sonne warm und hell,
trocknet sie meine Haare schnell.
Dann ist alles herrlich grün
und auch die Kirschen dürfen blühn.
Die Sonne erweckt die Natur zum Leben
und kann den Blumen die schönsten Farben geben.
Clarissa Witschorkäwitsch
(9 Jahre Grundschule Berg),
Eilenburg
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Emil und Frau Schmidt
Der Emil liebt das Tanzen sehr,
im Zimmer hüpft er hin und her.
Ertönt Musik im Radio,
macht ihn ein flottes Tänzchen froh.
Die Dame Schmidt von nebenan,
die Emil gar nicht leiden kann,
sieht oft ihm zu und sagt: „Begreif,
Mensch Nachbar, du bist tanzclubreif.
Nimm mich doch mit.“ Sie strahlt beglückt.
„Ich bin genauso tanzverrückt.“
Der Tanzfan überlegt in Ruh,
stimmt anderntags dem Vorschlag zu.
Pro Woche üben sie vier Mal.
Es rinnt der Schweiß im Tanzlokal.
Die Schmidt schwingt Hüften und den Bauch.
Der Emil denkt: Das kann ich auch.
Was aussieht cool und kinderleicht,
durch Fleiß und Mühen er erreicht.
Der Lehrer fordert. „Alles geben!
Bedenkt beim Tanz, ihr müsst ihn leben!“
Die Paare endlich aufgetaut,
wer zusieht kriegt ´ne Gänsehaut.
Der Emil und die Dame Schmidt
die drehen sich gefühlvoll mit.
Beim Walzer kommen sie sich nah.
Die Funken sprühen beim Cha-Cha-Cha.
Wo hatt ich meine Augen nur?
Die Frau ist doch Erotik pur.
Weshalb konnt ich sie erst nicht leiden,
Kontakt mit ihr sogar vermeiden?
Ganz plötzlich ist dem Manne klar,
wir beide werden Superstar.
Und seit es diese Tanzshow gibt,
ist Emil in Frau Schmidt verliebt.
Edelgard Pollmer, Staucha,
Kreis Riesa-Großenhain
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Der Mai
Ich mag den Mai, du fragst warum?
Schau dich doch in der Gegend um
Sieh dieses Grün in allen Tönen
Die Buchen hell, die Lärchen zart,
die Birken etwas dunkler.
Im Garten blüht es und im Wald
Ein weißer Teppich Buschwindröschen,
Maiglöckchen lugen unter Blättern vor.
Der Garten ist eine Farbenpracht
und täglich wird er bunter.
Ich mag den Mai, fragst du immer noch warum?
Es ist die schönste Zeit im Jahr
Die Vögel balzen, der Kukuk ruft,
die Schwalben sind aus dem Süden da.
Das Froschkonzert im nahen Teich,
bis in die Nacht wird es geboten.
Ich bleib dabei: Der schönste Monat ist der Mai.
Werner Müller, Brandis
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Radtour im Mai
Blau der Himmel über mir,
eine schützende Plane,
cumuluswolkengeschmückt.
Nachtigall und Zilpzalp
grüßen aus dichtem Gesträuch.
Winzige Blüten am lila Wegesrand
zaubern vergehend Storchenschnäbelchen.
Flieder haucht mich duftend an,
Weißdorn unter schneefarbener Decke
fragt nach meinem Herzen.
Alles bestens. Ich bin froh
und sehr dankbar, jetzt und hier
dieses Ich zu sein.
Margot Weiß, Pflückuff/OT Weßnig
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Das Leben ist trotzdem noch schön
Was ist in dieser Welt bloß los?
Neulich kam sogar unsere Kanzlerin oben fast bloß,
in dieser Position, das war doch der reinste Hohn!.
Die Kinder werden nicht nur in der 3. Welt vergessen,
manche haben auch bei uns kaum was zu essen.
Andere schmeißen die kostbare Nahrung in den Müll,
weil sie keiner haben will.
Wo bleibt denn der Menschen, das Gewissen,
die ihre Babys eiskalt weggeschmissen?
Dann mit dieser andauernden Gewalt,
wen lässt denn das bloß kalt?
Das ist ja einfach nicht mehr schön
und traurig das mitanzusehn!
Wer könnte es bloß lenken,
daß die Menschen, etwas genauer denken,
für die kleinen Leute ein wenig an der Schraube drehn,
dann wär das Leben gar so schön!
Karin Meyer, Bad Lausick
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