Der „Dichterwettstreit 2008“ Ihres SonntagsWochenBlattes

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Singen, tanzen, fröhlich sein;
mit allen, mit dir oder allein.

Küssen, spielen, toben, lachen;
anderen eine Freude machen.

Arbeit, Ruhe, Glück und Schmerz;
alles empfunden mit wollendem Herz.

Hören, riechen, fühlen, schmecken und seh´n;
von allem etwas: Das Leben ist schön.

Mandy Döhler, Colditz


Das Licht der Welt

Schau aus dem Fenster.
Es regnet.
Der Regen fällt fast waagerecht.
Doch dann zeigt die Sonne
Wieder munter ihre Strahlen.
Sie leuchten mir den Weg.

Hinaus aus der Dunkelheit.
Hinaus ins Freie.
Hinaus in die Welt.
In das Leben.

Das Leben ist schön.
Wie eine Melodie,
Die kein Ende zu nehmen scheint.
Doch dann,
Ganz plötzlich,
Nimmt sie ein jähes Ende
Und verstummt.

Nie mehr wird man sie hören.
Ihr Klang ist erloschen,
Wie das Licht in mir.

Schau aus dem Fenster.
Sieh die Natur.
Versuche, zu verstehen.
Dann wird auch das Licht in dir
Niemals wirklich erlöschen.
Sowie deine Melodie,
Die jeder kennt
Und leise vor sich hinsummt.

Pauline Winter, Vogelsdorf


Das Leben

Lehn mich ans Fenster.
Kälte durchdringt mich.
Draußen wechseln die Farben.

Vom ersten Grün
Zum Bunt der Blumen.
Die Blätter fallen von den Bäumen,
alles in weiß.

Dies ist die Zeit.
Der Lauf der Jahre.
Sie ziehen an mir vorbei,
Wie die Wolken.
Manchmal schwarz
Voller Groll;
Manchmal weiß
Vor Glückseligkeit.

Pauline Winter, Vogelsdorf


Ein Lied

Mein unerreichbarer Stern

Sitze im Freien
Beobachte die Sterne

Unerreichbar
unerreichbar weit weg
Fern jeder Vorstellung

Leuchte so hell
So wunderschön
Wie du.

Unerreichbar
Unerreichbar weit weg
Fern jeder Vorstellung

Schön wie du
Anmutig
Ihr Leuchten
Drang in mich hinein.
Ich barg es in meinem Herzen
So wie dich.

Unerreichbar
Unerreichbar weit weg
Fern jeder Vorstellung

Eine andere kam;
Nahm dich mit;
Zog dich in ihren Bann,
So wie du mich.
Sie war es,
Die mir das Herze brach.

Ich liebe dich,
Mein Schatz

Pauline Winter, Vogelsdorf


Der Ring vom Herrn Frühling

Ich öffne die Tür zum Frühling
Da sehe ich ein komisches Ding
Das war.....ein Fingerring.

Ich hebe diesen Ring auf
Schaue ihn an,
spucke drei mal drauf
und wünsch mir was.

Ich überlege
Da fällt mir etwas ein
Das kann nur der Ring vom Herrn Frühling sein.

Pauline Schirrmacher, Vogelsdorf


Morgenpirsch

Im Nebelbette noch der Tag
Da zog es sehnend mich hinaus
Ein Regenguss mit Donnerschlag
Ging in der Nacht mir schon voraus

So sah ich Diamanten leuchten
An der Gräser zartem Grün
Rubine sah ich an den feuchten,
wilden Heckenrosen glüh´n

Zarter Hauch von Silberfäden
Hüllte sanft Brillanten ein,
ich sah sie zwischen Birken schweben
im ersten gold´nen Sonnenschein.

Thomas Engert, Schmannewitz


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