Enrico Tuschla: „Die Kunden wollen es!“

Enrico Tuschla: „Die Leute wollen ein Gefühl für das Auto bekommen.“ Foto: SWB/HL Enrico Tuschla: „Die Leute wollen ein Gefühl für das Auto bekommen.“ Foto: SWB/HL

Torgau, 17. 3. 2017.  Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Enrico Tuschla, Geschäftsführer im gleichnamigen Torgauer Ford-Autohaus, warum die Autos zu den Kunden gebracht werden müssen.

SWB: Das Auto hat eigentlich das ganze Jahr über Saison. Dennoch haben Sie sich entschlossen, Ihr Autohaus zum 2. Torgauer Autofrühling  am 25. März zu präsentieren. Welche Überlegungen stehen dahinter?
Enrico Tuschla: Wir haben gemerkt, dass es immer schwieriger wird, die Leute zu begeistern, in ein Autohaus zu kommen. Also müssen wir unsere Produkte, sprich Autos zu den Kunden bringen. Und was ist in dieser Beziehung besser, als sich am Torgauer Autofrühling zu beteiligen? Zumal die Auto-Meile zum PEP-Familienfest bereits weggefallen ist.
Wenn ich mich recht erinnere, gab es im Autohaus Tuschla immer die Aktion „Fit in den Frühling.“
Richtig. Wir haben die Aktion bestimmt zehn Jahre mit einem großen Aufwand veranstaltet, mussten uns immer mehr einfallen lassen. Dennoch blieben die Leute weg. Aufwand und Nutzen standen in keinem Verhältnis.
Ist der Autofrühling Image-Gewinn oder Kundenbindung?
Sowohl als auch. Ich sehe den Autofrühling als Bühne, um unsere Produkte einem großen Publikum zu präsentieren. Wir wollen als Autohaus natürlich auch im Gespräch bleiben. Die Kunden sind über das Internet immer besser über die Fahrzeuge und die Technik informiert. Was maßgeblich zu einer Kaufentscheidung beiträgt, sind Faktoren wie eine Probefahrt oder das Fühlen und Anfassen. Kurzum: Die Kunden sind auch über die Ford-Homepage sehr gut informiert, kommen mit gewissen Vorstellungen zu uns.
Die Sie dann enttäuschen müssen?
Nein, natürlich nicht. Die Kunden wollen einfach ein Gefühl für das Auto bekommen, es ansehen, Probe fahren und anfassen, die technischen Daten und die Ausstattung bestätigt wissen.
Ist Mobilität im 21. Jahrhundert alles?
In unserer Region auf alle Fälle, ja. Ohne Auto geht heutzutage hierzulande nichts mehr.
Haben Sie beim Autofrühling keine Angst vor der großen lokalen Konkurrenz auf engstem Raum?
Nein, warum sollte ich? In Torgau sind die Autohäuser sehr konzentriert und das schon seit Jahren. Es ist eigentlich egal: Wer bei uns durch‘s Gewerbegebiet läuft, hat aller 100 Meter ein Autohaus, auf dem Autofrühling aller zehn Meter einen Stand. Das ist der gleiche Effekt. Profitieren tut der Kunde.
Womit wird das Ford-Autohaus Tuschla vertreten sein?
Mit den aktuellen Modellen wie den Ford S-MAX – ein Familien-Van, den Ford Kuga und den Ford Edge – beides SUV.
Haben Sie eine Erklärung, warum die SUV-Schiene zurzeit zu explodieren scheint?
Nein, eine richtige Erklärung habe ich auch nicht. Aber die Kunden legen großen Wert auf bequemes Ein- und Aussteigen, Übersichtlichkeit und Bequemlichkeit, Fahrkomfort und Leistungsstärke. Da spielt der Benzinverbrauch nicht so die große Rolle.
Wohin steuert die Automobil-Branche generell?
Speziell bei Ford sind große Umstrukturierungen im Bereich der Kleinwagen im Gange.
Was meinen Sie konkret?
Der Ford Ka wird durch den Ka+ ersetzt, zudem wird der Ford Fiesta ab Sommer aufgewertet. Er wird größer, ist mit vielen Assistenzsystemen wie Toter Winkel-Erkennung oder Ein- und Auspark-Hilfe ausgestattet. Vor zehn bis 15 Jahren galt der Ford Fiesta noch als Einstiegsauto mit Grundausstattung, maximal mit Klimaanlage. Heute spielen Ausstattung und Technik eine immer größere Rolle. Auch im Kleinwagenbereich. Die Nachfrage ist da: Die Kunden wollen es!
Was an Innovationen, Stichwort E-Autos und Selbstfahrer ist künftig möglich?
Das Thema Elektro-Autos ist bei Ford definitiv ein Thema. In Bälde werden erste Modelle auf den Markt gebracht. Ford hat im Silicon Valley eigens eine Teststrecke für selbstfahrende Autos in Betrieb. Allerdings haben wir als Händler keinen konkreten Zeitplan. Wie weit die Entwickung fortgeschritten ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Wenn Sie Gründe und Argumente aufführen sollten, warum die Kunden an den Ford-Stand zum Autofrühling kommen sollen, dann …
… sage ich: Die Marke Ford steht für eine hohe Qualität, viel Technik, leistungsstarke Motoren und eine gute Ausstattung. Bei vielen Modellen wird eine siebenjährige Garantie gewährt. Ford war schon immer gut, hat aber nochmals einen Sprung nach vorn gemacht. Davon können sich alle an unserem Stand überzeugen.
Gespräch: H. Landschreiber

2. Torgauer Autofrühling am Sonnabend, dem 25. März, von 10 bis 17 Uhr im PEP Torgau